Trockenheit: Aufruf zum Wässern der Bäume

Die Sonne scheint in einem Wald durch die Blätter. Wegen der trockenen Witterung sterben immer mehr Bäume.
Guido Kirchner/dpaDie Temperaturen sind zwar in den vergangenen Tagen deutlich zurückgegangen, aber nennenswerte Niederschlagsmengen sind bislang weiter ausgeblieben. Angesichts dessen hat die Gemeindeverwaltung Rüdersdorf jetzt einen Aufruf gestartet und an die Bürger appelliert, das Grün im Gemeindegebiet gießen zu helfen. Die Witterung setze den Bäumen an den Straßenrändern und in den Parks mächtig zu, heißt es in der am Montag veröffentlichten Mitteilung aus dem Rathaus. Man rufe Bürgerinnen und Bürger deshalb auf, „gemeinsam mit uns die Bäume zu wässern“.
Gerade junge Bäume, die noch kein tiefes Wurzelwerk besäßen und somit über keinen Zugang zum Grundwasser verfügten, seien in der trockenen und bis vor Kurzem auch heißen Zeit hoch gefährdet und könnten schnell absterben. Ältere Bäume würden bei zu großer Trockenheit immer wieder große Äste abwerfen.
Wenn alle vor ihrem Haus mit einem Eimer Wasser zumindest alle paar Tage die Bäume versorgten, wäre dies eine große Erleichterung, heißt es aus der Verwaltung. Bei einem jungen Baum reichten alle paar Tage schon zehn Liter Wasser, mehr sei natürlich noch besser. Die Rede ist deshalb auch von „Patenschaften“.
Bäume gäben nicht nur viel Schatten und verschönerten das Ortsbild, wird argumentiert, sie trügen mit zur Kühlung in der aufgeheizten Jahreszeit bei, filterten die Luft, förderten die Insektenvielfalt und speicherten das Treibhausgas Kohlendioxid, das für den Klimawandel mitverantwortlich gemacht wird.
Gemeinsam könnten Trockenschäden oder Totalausfälle an den Bäumen im Ortsgebiet verhindert werden. Zwar schafften auch der Bauhof und die Feuerwehr Abhilfe und würden in dem einen und anderen Straßenzug wässern, sie könnten aber nicht alle Stellen in Rüdersdorf und den Ortsteilen versorgen.