Übung in Dahlwitz-Hoppegarten: Ins Eis eingebrochen – Feuerwehr übt für den Ernstfall

Feuerwehreinsatz in Münchehofe am See: Ein Mann ist in das Eis eigebrochen. Die Feuerwehr probte den Ernstfall.
Dennis Lloyd BrätschIn Dahlwitz-Hoppegarten sind die Freiwilligen Feuerwehren am Montagabend (4. Dezember) zu einem See nach Münchehofe alarmiert worden. Die Sirenen ertönten gegen 17.40 Uhr, nachdem der Leitstelle gemeldet wurde, dass ein Mann in das Eis eingebrochen war. Der Einsatz, der zuvor von der Ortswehrführung selbst geplant wurde, war eine wichtige Übung.
Ein Angler ist in das Eis des Sees eingebrochen, lautete das Alarmstichwort, zu dem die Kameraden über Pieper und Sirene alarmiert worden sind, schildert der stellvertretende Ortswehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Münchehofe, Christian Schmäke-Seidel, vor Ort.
Feuerwehr muss Angler aus dem See retten
Als die ersten Rettungskräfte vor Ort eintrafen, bestätigte sich die gemeldete Lage. Mehrere Meter vom Ufer entfernt wartete ein Mann, der nur noch mit dem Oberkörper aus dem Eis ragte, auf seine Rettung. In diesem Fall ein Kamerad der Feuerwehr, der in einem speziellen Eisrettungsanzug im Wasser ausharren musste.

Mit Leitern sind die Retter auf der Eisfläche langsam zu dem Verunglückten vorgerückt.
Dennis Lloyd Brätsch„Die Kameraden haben zunächst einen Rettungsring in Richtung des Patienten geworfen“, so Schmäke-Seidel. In dem Szenario der Übung konnte sich der Patient jedoch nicht selbst helfen, sodass die Retter auf das Eis mussten.

Ein Schlauchboot der Freiwilligen Feuerwehr Hönow kam bei der Übung ebenfalls zum Einsatz.
Dennis Lloyd BrätschZwei Einsatzkräfte wurden dafür mit Leitern auf das Eis in Richtung des Patienten geschickt. Wichtig ist, dass die Auflagefläche auf der Eisschicht vergrößert wird, um die Gefahr eines Einbruchs zu minimieren. Zusätzlich wurden die Leitern und die Einsatzkräfte selbst mit Leinen gesichert. So könne man, sollte es zu einem weiteren Einbruch in das Eis kommen, die Kameraden schnell retten, so der Ortswehrführer.

Der Verunglückte wurde in mehreren Durchgängen mit verschiedenen Rettungsmitteln aus dem Wasser geholt.
Dennis Lloyd BrätschWährend der Übung konnten die Kameradinnen und Kameraden der drei Ortswehren aus Dahlwitz-Hoppegarten mit mehreren Ausrüstungsgegenständen das Retten von Menschen aus dem Eis üben. Auch ein Schlauchboot der Freiwilligen Feuerwehr Hönow kam dabei zum Einsatz.
Eisrettung wird regelmäßig durch Feuerwehr geübt
Mindestens einmal im Jahr üben die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Wehr aus Münchehofe das Retten von Personen, die in das Eis eingebrochen sind, erklärt Schmäke-Seidel. In diesem Jahr entschied man sich dazu, diese Übung als Alarm für alle drei Ortswehren unangekündigt durchzuführen.

Die Feuerwehrkräfte waren mit Leinen gesichert.
Dennis Lloyd BrätschIm Falle eines echten Einsatzes würden, gemäß der Alarm- und Ausrückeordnung der Gemeinde, auch die drei Ortswehren aus Hoppegarten, Hönow und Münchehofe zum Einsatz ausrücken. Die Alarm- und Ausrückeordnung regelt, welche Feuerwehreinheiten bei bestimmten Szenarien ausrücken müssen.
Feuerwehr warnt vor dem Betreten von Eisflächen
Christian Schmäke-Seidel warnt, das Betreten von Eisflächen ist gefährlich. Bereits nach wenigen Minuten, nach einem Einbruch durch die Eisdecke in das Wasser, verlassen einen, bei solch niedrigen Temperaturen, die Kräfte. Dabei kann es auch zur Bewusstlosigkeit oder gar einem Tod durch Ertrinken kommen.
„Nicht die Eisflächen betreten!“, ist daher sein Rat an die Bürgerinnen und Bürger. Bereits vor rund einer Woche hatte der Landkreis Märkisch-Oderland über die Warnapp Nina davor gewarnt, Eisflächen zu betreten.


