Unfall auf Autobahn A10
: Mann ruft Polizei und gerät später selbst ins Visier

Dieser Fall dürfte selbst bei der Polizei für Verwunderung gesorgt haben: Ein Mann meldete eine Unfallflucht auf der Autobahn A10, geriet jedoch später selbst ins Visier der Ermittler.
Von
Dennis Lloyd Brätsch
Altlandsberg
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Polizei schnappt mutmaßliche Diebe auf der Autobahn A10: In der Nacht zu Freitag (15. August) konnten Polizisten drei Männer festnehmen, die zuvor mehrere Fahrzeuge aufgebrochen haben sollen. (Symbolbild)

Ein Mann hat die Polizei auf die Autobahn A10 zur Raststätte Seeberg-Ost alarmiert. Doch das mutmaßliche Opfer einer Unfallflucht geriet später selbst ins Visier der Ermittler. (Symbolbild)

Dennis Lloyd Brätsch
  • Mann meldete Unfallflucht an der A10 bei der Rastanlage Seeberg-Ost.
  • Er gab an, ein Unbekannter habe seinen Audi beschädigt und sei weggefahren.
  • Polizei fand Hinweise auf Kollision mit Leitplanke statt Parkrempler.
  • Atemalkoholtest ergab 2,01 Promille – Führerschein sichergestellt.
  • Aus Geschädigtem wurde Beschuldigter wegen Gefährdung des Straßenverkehrs.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Kurioses aus dem Polizeialltag: Was zunächst wie eine klassische Unfallflucht klang, entpuppte sich für die Polizei in der Nacht zu Dienstag, 14. April, als ganz anderer Fall – mit deutlichen Konsequenzen für den Anrufer selbst.

Den Angaben der Polizeidirektion Ost zufolge meldete sich ein 27-jähriger Autofahrer telefonisch bei der Polizei und gab an, Opfer einer Unfallflucht geworden zu sein. Auf der Rastanlage Seeberg-Ost an der Autobahn A10 habe ein Unbekannter seinen Audi beschädigt und sei anschließend verschwunden. Er selbst habe den Schaden erst bemerkt, als sein Fahrzeug kurz darauf auf dem Beschleunigungsstreifen liegen geblieben sei.

Beamte der Autobahnpolizei nahmen die Ermittlungen auf und überprüften den Wagen vor Ort. Dabei kamen jedoch schnell Zweifel an der Schilderung des Mannes auf: Die frischen Schäden am Fahrzeug passten nicht zu einem typischen Parkrempler, sondern deuteten vielmehr auf eine Kollision mit einer Leitplanke hin.

Noch brisanter wurde es bei der Kontrolle des Fahrers selbst. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 2,01 Promille. Damit war klar: Der Mann war offenbar stark alkoholisiert unterwegs gewesen. Die Beamten stellten den Führerschein des 27-Jährigen noch vor Ort sicher und ordneten eine Blutprobe an. Statt als Geschädigter gilt er nun als Beschuldigter in einem Ermittlungsverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs.