Schon seit 2015 mischt Sina Stoellger in der Rüdersdorfer Katzenauffangstation mit. Nun will die 21-Jährige, die in Berlin soziale Arbeit studiert und gerade an ihrer Bachelorarbeit zum Thema Tiere in der Betreuung schreibt, mehr Verantwortung übernehmen. Ihr schwebt vor, im Verein eine eigene Jugendgruppe für die Altersgruppe 14 bis 21 Jahre aufzubauen und mit der einen Teil der täglichen Arbeit in der Einrichtung zu übernehmen.
Zu Beginn könne man sich einmal monatlich sonnabends oder sonntags treffen und Dinge besprechen. Die jungen Leute könnten sich bei Festen engagieren, wenn denn welche möglich seien, Spendenaktionen anregen und begleiten oder einfach kreativ werden, um den Tierschutz voranzubringen. „Mal sehen, was so kommt“, sagt sie.
Corinna Ritter aus dem Vereinsvorstand freut sich über die Unterstützung vom Nachwuchs. Im vergangenen Jahr habe man eine Verjüngung angestoßen, die Früchte trage. Die „Erfahrung“ der Älteren lasse sich mit dem „tollen Input“ der Jüngeren gut kombinieren. Die hätten zwar weniger Routine, aber mehr Ideale. Und gerade bei den Social-Media-Kanälen und dem Umgang mit dem Smartphone seien die jungen Leute natürlich firm. Sie selbst habe sich zuletzt bei Facebook eingebracht. Sina kümmert sich mit einer Mitstreiterin hingegen darum, dass der Verein auch bei Instagram [Link auf https://www.instagram.com/meintierschutzverein/]auftaucht. Mindestens zweimal wöchentlich sollte dort Neues zu finden sein, sagt sie.

Kontakte zu Schulen, Klubs und Kitas aufbauen

Wenn es die Lage erlaubt, wolle sie in Schulen oder Jugendclubs gehen, blickt Sina nach vorn. Anknüpfungspunkte gebe es zum Beispiel bei der Sorge der Jugend um den Planeten. Auch Ernährung und Tierschutz hingen damit zusammen, erklärt Corinna Ritter. Und spinnt den Faden gleich noch weiter. Als nächste Zielgruppe könnte man die Kinder ansprechen. Es gebe bereits erste Kontakte zur Alt-Rüdersdorfer Einrichtung Kleine Forschergeister, aus der schon zweimal Gruppen zu Besuch waren.

IT-Profi mit in den Vorstand aufgenommen

Wie die Öffentlichkeitsverantwortliche weiter berichtete, sei bei der jüngsten Mitgliederversammlung der Vorstand bestätigt worden. Das Team mit dem Vorsitzenden Bernd Peisker, Stellvertreterin Beatrice Kuhn-Strübing, Schatzmeisterin Ilka Heidler und ihr selbst wurde durch zwei Beisitzerinnen (Catrin Schimpf und Manuela Heyn) sowie Enrico Terkowsky erweitert. Der IT- und Medienberater kümmere sich um Internetseite und Social-Media-Präsenz, könne als „Profi“ den Verein nach vorn bringen.
Ansonsten suche der Verein natürlich immer Helfer, ganz gleich ob im administrativen Bereich oder bei der Versorgung der zahlreichen Tiere – zum Füttern, Spielen oder Streicheln der Katzen. Denn obwohl trotz Corona-Lage mit Verzicht auf die regelmäßigen Vermittlungstage und Abgabe nur nach Terminvereinbarung per Telefon oder E-Mail weiterhin Tiere abgegeben würden, kämen „jede Menge“ Neue hinzu, seien schon um die 20, die man eigentlich aufnehmen wollte, auf einer Warteliste.

Projekt Leukosehaus verzögert sich

Beim geplanten Bau eines Leukosehauses, einer Station für chronisch kranke Tiere, sei man noch nicht viel vorangekommen. Wahrscheinlich müsse der Standort verändert werden. Man sei derzeit in Gesprächen mit Rathaus und Ämtern. Leukose ist eine nicht heilbare, aber stark ansteckende Krankheit, die unter anderem durch Speichelkontakt übertragen wird, zum Beispiel beim Fressen aus einem gemeinsamen Napf. Auch in der Katzenstation sind Tiere bereits positiv darauf getestet und momentan in einem Extra-Raum untergebracht. Sie sollen aber ein eigenes Häuschen erhalten, einen Bungalow mit Freifläche und Abstand zu anderen Gehegen. Etwa ein Dutzend Katzen könnte dann dort ihren Lebensabend verbringen. Dafür und für alle anderen Aktivitäten benötigt der Verein immer auch Spenden.

Spendenkonto: IBAN DE34 1705 4040 3500 4858 46

Kontakt: Tel. 0172 9170799 (Mo. bis Fr. 11 bis 15 Uhr); E-Mail: meintierschutzverein@outlook.de; www.meintierschutzverein.de