Verkehr
: Hoppegartener wollen „Todesfallen“ entschärfen

Mehr Kreisverkehre, mehr Gehwege und eine Umverlegung der Straße nach Friedrichshagen hat der Ortsbeirat vorgeschlagen.
Von
Uwe Spranger
Hoppegarten
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  • Am Bahnhof Birkenstein: Auf der Fläche zwischen S-Bahn und totem Industriegleis (r.) sollen zusätzliche Parkplätze entstehen. Hoppegarten hofft, dass es für die Realisierung bald einen Termin gibt.

    Am Bahnhof Birkenstein: Auf der Fläche zwischen S-Bahn und totem Industriegleis (r.) sollen zusätzliche Parkplätze entstehen. Hoppegarten hofft, dass es für die Realisierung bald einen Termin gibt.

    Gerd Markert
  • Kreisverkehr gewünscht: Hoppegarten will eine Umgestaltung der Einmündung Wiesenstraße auf den Neuen Hönower Weg.

    Kreisverkehr gewünscht: Hoppegarten will eine Umgestaltung der Einmündung Wiesenstraße auf den Neuen Hönower Weg.

    Gerd Markert
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Eine Überarbeitung des Verkehrskonzeptes für den Ortsteil Dahlwitz–Hoppegarten hat der Ortsbeirat bei seiner jüngsten Sitzung andiskutiert. Es wurden Ideen vorgestellt, die zuvor Arbeitsgruppen für Waldesruh, den Dorfkern mit Gewerbegebiet und den Bereich Birkenstein entwickelt hatten.

So ist zum Beispiel für Waldesruh am Heidemühler Weg ein Kreisverkehr angedacht, um das Tempo der Fahrzeuge am Ortseingang zu reduzieren, berichtete Angela Herrmann. Zudem war in der Arbeitsgruppe über einen weiteren Kreisel an der Gabelung Friedrichshagener Chaussee/Köpenicker Allee diskutiert worden. Kay Juschka erinnerte indes an einen älteren Beschluss, wonach die Landesstraße nach Friedrichshagen auf der Köpenicker Allee bis etwa Friedhofstraße und dann vorbei am Gelände der Schützen zur jetzigen Trasse geführt werden sollte. Damit könnten zwei „Todesfallen“, zwei gefährliche Kurven, beseitigt werden, argumentierte er. Und die alte Landesstraße könne später als Radweg genutzt werden.

Vorgeschlagen wurden zudem ein Ausbau der Buswendeschleife, so dass zwei Fahrzeuge Platz haben, sowie großflächige Tempo–30–Hinweise an den Einfahrten zu den Wohngebietsstraßen.

In Dahlwitz–Hoppegarten wird ein Umbau der Kreuzung B 1/Köpenicker Allee angestrebt. Zum Einen spricht man sich für eine zweite Rechtsabbiegerspur von der Köpenicker in Richtung Autobahn aus, zum anderen sollten Fußgänger und Radfahrer auf der anderen Feldseite geführt werden, also auch die Ampel auf die andere Seite. Noch nicht einig war man sich, ob es dann durch den Ort oder entlang der Bundesstraße weitergehen soll, insbesondere in Richtung Schule. Diese und weitere Fragen will man in Kürze mit Verantwortlichen des Landesbetriebes Straßenwesen besprechen, der für Bundes– und Landesstraßen zuständig ist.

Dazu zählt auch der Neue Hönower Weg, der nach Wunsch der Hoppegartener „mindestens“ auf der Schulseite einen kombinierten Rad-/Gehweg bekommen sollte. Darüber hinaus ist auch dort ein Kreisverkehr an der Kreuzung Industrie-/von–Canstein–Straße angedacht mit Anbindung des Busverkehrs zur Lenné-Schule, um Schulwege sicherer zu machen. Ein weiterer Kreisel sollte an der Einmündung Wiesenstraße entstehen, eventuell mit separater Abbiegespur aus Richtung B 1/5. In dem Zusammenhang wurde an ein sehr altes Schreiben erinnert, in dem von Plänen zum vierspurigen Ausbau des Neuen Hönower Weges die Rede ist — übrigens inklusive Unterführung durch die Bahntrasse. Aus Sicht des Ortsbeirates würde ein vierspuriger Ausbau bis zur Wiesenstraße reichen.

Ortsvorsteher Stefan Radach regte zudem an, aus dem Gewerbegebiet eine zusätzliche Ausfahrt auf die B 1 zu ermöglichen, von der Digitalstraße aber nur stadteinwärts Richtung Berlin ohne Ampel, sondern gegebenenfalls mit Einfädelspur. Und in der Alten Berliner Straße will man zwischen Kaiserpavillon und Köpenicker Straße mit Fahrradbedarfsstreifen das Parken unter anderem von Bussen in dem Abschnitt unterbinden.

Fußgängerampel gewünscht

Im Bereich Birkenstein drängt man auf den lange angekündigten weiteren P+R–Parkplatz am S–Bahnhof am „toten“ Industriegleis. Laut Steffen Molks (SPD) gibt es dazu sogar eine vertragliche Regelung mit dem Eigner, allerdings ohne Datum. Da jetzt neue Planungen für das Areal angeschoben werden, bestünden Chancen auf Realisierung. Zudem sollen Geh– und Radwege erneuert werden oder neu entstehen, so auf der Clinton–Seite bis zum Bahnhof, von Rewe bis zum Fußgängerüberweg, nach Neu Birkenstein und zwischen Straße des Friedens und Edenweg. Nicht zuletzt hofft man auf eine  Fußgängerbedarfsampel nördlich der Bahn. Zwar werde die geforderte Personenzahl womöglich nicht erreicht, es gebe aber sehr viele Kinder, die dort die Straße queren müssten, begründete Stefan Radach. Im Birkensteiner Siedlungsgebiet sollte aus Sicht der Hoppegartener unter anderem Parkverbote ausgeschildert werden, gerade in der Straße des Friedens zwischen Hönower Weg und Im Grund, wo auch viele Pendler ihre Autos abstellen.