Wanderung
: Wesendahl: Dem König folgt nun eine Königin

Bei der Eisbein-Tour ist dem Wetter am Sonnabend erfolgreich getrotzt worden. Und wieder wurde ein Toursieger gekrönt.
Von
Stephan Dreyse
Wesendahl
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Gummistiefel-Weitwurf: Punktesammeln war bei den verschiedenen sportlich-spaßigen Aktionen angesagt.

Stephan Dreyse

Nach den Feiertagen mit reichlich Schlemmen sehnen sich viele mit dem Start des neuen Jahres nach etwas Bewegung an der frischen Luft. Rund 20 Teilnehmer machten sich am Sonnabend auf zur königlich geführten Eisbein-Wanderung, die so manche Überraschung bot.

Mit Krone und Stab sammelte Manfred Tietz die wanderfreudigen Gäste am Sitz des Wesendahler Kultur-GUT- und Sportvereins. Ein Bollerwagen beherbergte wichtige Utensilien, so für alle Teilnehmer Trinkbecher, Mehrweg- natürlich. Die beiden Hofhunde Alia und Xena führten den Tross gemeinsam mit Eisbeinkönig Tietz an. So ging es unweit der Pferdeschenke los.

Strecke und das Ziel indes kannten nur der König und seine Frau. „Die Strecke ist Überraschung, doch wir kommen immer in einem Restaurant an“, erklärte Manfred Tietz und ergänzte, dass es unterwegs auch Spiele geben werde, ebenso wie Pausen für einen kleinen Umtrunk.

Weitwurf und Wikingerschach

Manfred und Gudrun Tietz aus Petershagen-Eggersdorf waren vor vier Jahren auf die Wanderung gestoßen, die traditionell kurz nach Neujahr stattfindet. Der Name leitet sich dabei von der Speise am Ziel ab. Wie die geschnitzten Namen und Daten auf den beiden Tafeln am Stab des Eisbein-Königs belegen, geht die Krönung bis in das Jahr 2002 zurück. Jeweils für ein Jahr werden Eisbein-König oder -Königin bestimmt und kümmern sich um die Gestaltung der Wanderroute.

Von Windböen und immer wieder aufkommendem Regen ließen sich die rund 20 Teilnehmer nicht abschrecken. So ging es auf, durch den Wald gen Fängersee. Nach der ersten halben Stunde wartete mit Gummistiefel-Weitwurf die erste sportliche Aktion – viel Spaß und Platz für allerlei Gespräche und Austausch begleiteten die Truppe.

Es sei eine schöne Tradition nach den Feiertagen, lobten die Wanderer, die überall aus der Umgebung bis nach Neuenhagen und sogar darüber hinaus herkamen. Über Spitzmühle, einen Parcours mit Alkohol-Simulationsbrille sowie ein Wikingerschach, bei dem es galt, den König zu stürzen, führte die Wanderung schließlich zum Villago, wo das Eisbein-Essen bereits vorbereitet war. Nach knapp drei Stunden Bewegung genau das Richtige.

Die gemütliche Runde zum Ausklang nutzte Manfred Tietz sodann auch, um seinen Nachfolger bzw. die Nachfolgerin als Eisbein-König/-in zu benennen. So kann sich Sylke Zeibe bereits auf die Eisbein-Wanderung 2021 vorbereiten und einstimmen.