Winterfilmtage
: Sie würde sagen: Macht doch weiter!

Sie hatte fest ihren Besuch zugesagt. Doch unmittelbar vor den Winterfilmtagen in Dahmsdorf starb Ursula Karusseit.
Von
Jens Sell
Dahmsdorf
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Erinnerungen an die am Freitag gestorbene Schauspielerin: die stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins Dorfkirche Dahmsdorf, Kathrin Böck, und Ralf Schlösser, der im Film mitspielte (v. l.)

Jens Sell

Mit Ralf Schlösser konnte Kathrin Böck dennoch einen Mitwirkenden des Films begrüßen. Er hatte als 17–Jähriger den jungen Jürgen Stephan gespielt. „Es ist traurig, da bin ich nun zum ersten Mal hier und dann allein“, sagte er. Er habe nur dieses eine Mal mit Ursula Karusseit in einem Film gespielt. Sie sei eine der Besten gewesen, da wollte er auch hingehören. „Das fand ich damals schon klasse“, erzählte der fast Sechzigjährige am Sonnabend. „Ich machte eine Zimmermannslehre in Berlin. Und nachmittags 16 Uhr zog ich die Zimmermannskluft aus, und ein schwarzes Auto fuhr vor. Damit wurde ich nach Mecklenburg zu den Dreharbeiten abgeholt.“

Henrik Hänel erzählte anschließend den Inhalt der ersten drei Teile von „Daniel Druskat“ nach dem Roman von Helmut Sakowski.  Die Teile 4 und 5 liefen danach. Der Fünfteiler war ein echter Straßenfeger, auch weil in ihm die erste Garde der DDR–Schauspieler auftrat, nicht zuletzt Ursula Karusseit.