Wohin am Wochenende?
: Tipps für Strausberg, Rüdersdorf, Altlandsberg und die Region

Ob in Strausberg, Altlandsberg oder Fredersdorf-Vogelsdorf: In den kommenden Tagen wird in der Region einiges geboten. Was findet wo statt? Und welche Angebote sind sogar kostenlos?
Von
Claudia Braun,
Dirk Nierhaus,
Thomas Berger
Strausberg
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Zehntausende besuchten im Vorjahr das Ritterfest auf dem Schlossgut Altlandsberg. Wird es 2024 wieder stattfinden?

18.5.23 Ritterfest auf dem Schlossgut Altlandsberg

Nicht nur ein Spaß für Burgfräuleins: Zehntausende besuchten 2023 das Ritterfest auf dem Schlossgut Altlandsberg. (Archivfoto)

Dirk Schaal

In der Region zwischen Strausberg, Rüdersdorf und Neuenhagen bei Berlin lässt sich am Herrentag sowie am Wochenende viel erleben. Worauf Sie sich freuen können? Woran Sie teilnehmen können? Wir haben interessante Tipps für Sie ausgewählt.

Es gibt wieder Musik in der St. Marienkirche an der Predigerstraße in Strausberg: Den Auftakt bildet ein Cembalokonzert am Sonnabend (11. Mai) um 16 Uhr mit Richard Röbel. Er spielt Werke von Bach, Zapf, Frescobaldi, Emelianzeva und Zimmer. Der Eintritt kostet 10 Euro.

„Boten der Erinnerung“ in Strausberg

Einen Tag später, am Sonntag (12. Mai), um 15 Uhr lädt die Gemeinde zur Vernissage nach St. Marienkirche ein. Aus dem Bildernachlass von Ruth Kalk wird die Ausstellung „Leuchtende Boten der Erinnerung“ in der Turmhalle eröffnet. Ruth Kalk hat mit ihrer Kunst wesentlich zur Sanierung der Sauer-Orgel in der Kirche beigetragen. Umrahmt wird die Vernissage von der Regionalkantorin Sieglinde Blache und dem Kirchenchor unter der Leitung von Christine Luther.

Ritter auf dem Schlossgut

Die Ritter sind vom 9. bis 12. Mai auf dem Schlossgut in Altlandsberg los. Veranstalter Carnica Spectaculi hat ein buntes Ritterfest für Mittelalter-Fans jeden Alters auf die Beine gestellt. Unter anderem zeigen die Ritter von „Midgards Feuerbund“ spannende Mann-gegen-Mann-Kämpfe.  Besucher können sich unter anderem beim Axtwerfen und Bogenschießen beweisen. Darüber hinaus gibt es einen Markt mit Handwerk und Handel aus vergangener Zeit. Für Speis' und Trank sorgen zahlreiche Schenken und Tavernen. Dazu erklingen mittelalterliche Klänge von Spielleuten. Abends zeigen die „Schmierenkomödianten“ Kunststücke mit brennenden Fackeln.

Geöffnet ist der Markt von Donnerstag (9. Mai) bis Sonnabend (11. Mai) von 10 bis 21 Uhr sowie am Sonntag (12. Mai) von 10 bis 19 Uhr. Der Eintritt für Kinder bis 5 Jahre und Ritter in Vollrüstung ist kostenlos. Ansonsten werden im Online-Vorverkauf pro Tag zwischen sechs und elf Euro fällig. Familienkarten gibt es für 28 Euro (jeweils zuzüglich Vorverkaufsgebühren). An der Tageskasse wird jeweils mindestens ein Euro mehr fällig.

Der Heimatverein Fredersdorf-Vogelsdorf lädt zu Himmelfahrt (Donnerstag, 9. Mai) auf den historischen Gutshof zum Familien- und Ausflugstag ein. Beginn ist um 14 Uhr, der Eintritt kostenlos. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.

Sommeroperette zum Muttertag in Rüdersdorf

Seit über zehn Jahren lädt Rüdersdorf zur Sommeroperette – bunt, fröhlich und regional verwurzelt. Am Sonntag (12. Mai) von 16 bis 18 Uhr gibt es zum Muttertag die Vorpremiere der „Gräfin Mariza“ im Kulturhaus, Kalkberger Platz 31, als Abschied vom großen Saal vor der Sanierung Mitte des Jahres. In schöner Tradition wird die Operette mit eigenem Salonorchester und buntem Schauspiel- und Gesangsensemble vor Ort von Stephan Wapenhans inszeniert.

Die „Gräfin Mariza“ ist nach der Csárdásfürstin Emmerich Kálmáns größter Bühnenerfolg. Das feurig-melancholische Stück ist gespickt mit Gassenhauern wie „Komm mit nach Varasdin“ und „Ich möchte träumen“. Die typisch ungarisch geprägte Musik verbindet Wiener Walzer mit kecken Modetänzen der 1920er Jahre. Die Hauptrolle übernimmt Cornelia Marschall, die schon in Altlandsberg als My Fair Lady brillierte. Karten kosten ab 29 Euro, ermäßigt 17 Euro und sind an den Kassen im Museumspark und Kulturhaus Rüdersdorf, an allen Vorverkaufsstellen oder online (zuzüglich Gebühren) erhältlich.

Lebenskunst von Brecht und Weigel

In Buckow lockt das Brecht-Weigel-Haus am Sonnabend (11. Mai) um 17 Uhr Kulturfreunde mit der Vortragsveranstaltung „Theater, Liebe, Lebenskunst“. Die langjährige (1993-2022) Leiterin des Literaturmuseums, Margret Brademann, taucht dabei tief in das Leben der einstigen Hausherrn Bertolt Brecht und Helene Weigel ein.

Sie erzählt vom Kennenlernen des Dramatikers und der Schauspielerin 1923, der Weimarer Zeit, als das Paar zur künstlerischen Avantgarde Berlins zählte, der Flucht ins Exil nach dem Machtantritt der Nazis über mehrere Zwischenstationen bis in die USA und schließlich nach der Heimkehr der Neufang mit der Gründung des Berliner Ensembles als modernes Theater neuen Typs. Eintritt: zehn Euro.