Zeitzeugen gesucht: Theaterstück zum Mauerfall

Spaß mit Schillers Räubern: Melanie Seeland, Jens Bluhm und Inés Burdow (v. l.) lassen Ideen sprießen.
Gerd MarkertIn diesem Jahr planen die Theatermacher neben den Aufführungen der „Heimatmaschine“ von 2018 ein Stück zum 30. Jahrestag des Mauerfalls. Es soll aus literarischen Sequenzen, Interviews und Zeitzeugenberichten bestehen. Der Titel steht schon fest: „Horror Vacui“ (Die Angst vor der Leere / In der Kunst: Der Wunsch, leere Flächen mit Inhalt zu füllen / d. Red.). „Die Zeitzeugenberichte sollten regional sein, von Brandenburgern stammen“, sagt Inés Burdow. „Wir möchten die Strausberger und andere Bewohner der Region ermuntern, sich an uns zu wenden und ihre Erinnerungen und besonderen Erlebnisse zu schildern“, ergänzt Melanie Seeland. Rico Wagner werde das Stück inszenieren, das am 4. Mai Premiere im Wasserwerk feiern soll. Im März wollen sie mit den Recherchen in Strausberg beginnen. Inés Burdow: „Wir stellen dem Versprechen der blühenden Landschaften eine weiße Fläche entgegen, einen Möglichkeitsraum, mitten auf dem Gelände des ehemaligen Fernmeldezentrums in Strausberg.“
Eine zweite Premiere ist für den 2. August geplant. In Zusammenarbeit mit dem Ensemble theater.land, das im vergangenen Jahr schon Tschechows „Drei Schwestern“ in Strausberg aufgeführt hat, wird das Stück „Die Überflüssigen“ von Philipp Löhle auf die Bühne gebracht. Auch in ihm werden ostdeutsche Befindlichkeiten abgehandelt und eine Gesellschaft kritisch beleuchtet, in der manche Menschen einfach überflüssig werden können. (js)