Zuckertüte und Mundschutz: Abstandsregeln verhageln Strausbergs Einschulungen

Das wird es in diesem Jahr nicht geben: Als 2019 Henry Arnholdt in der Grundschule Am Wäldchen eingeschult wurde, konnte seine ganze Familie teilnehmen. Dieses Jahr darf jeder Abc-Schütze nur zwei Personen zur Feier mitbringen.
Martin Stralau/MOZGesetzlich nicht verpflichtend
In der Stadtverordnetensitzung verwies Bürgermeisterin Elke Stadeler darauf, dass die Lehrerschaft dem Staatlichen Schulamt unterstehe und die Stadt demzufolge keinen Einfluss auf die Entscheidung über Einschulungsfeiern habe. „Eine Einschulungsfeier ist nicht gesetzlich verpflichtend, bei uns ist es eben ein bisschen Kult“, stellte sie klar. Es gebe auch inzwischen neue Lockerungen.
In der Tat müssen die Schulleiterinnen der Grundschulen in diesen Zeiten Flexibilität beweisen. „Unsere Elternbriefe sind am Montag gerade rausgegangen, die sollten nun da sein“, sagt die Leiterin der Vorstadt-Grundschule, Rita Meinel. „Wir wollten den Eltern Sicherheit geben und haben die aktuellste Regelung abgewartet. Nun heißt es: Am 8. August um 9 Uhr kommt die Klasse 1 a mit jeweils zwei Begleitpersonen pro Schüler zu ersten Einschulungsfeier, um 10.30 Uhr die 1 b.“ Sie werden auf dem Schulhof von den Klassenleiterinnen begrüßt und können sich dann mit dem Klassenraum und ihrer neuen Umgebung vertraut machen. Für Rita Meinel ist es die letzte Amtshandlung, sie geht nach 43 Jahren im Schuldienst und 25 Jahren in der Vorstadt-Grundschule in Pension.
In der Grundschule Am Annatal können die beiden ersten Klassen jeweils ein kleines Programm von Ninemond und Professor Knolle erleben. 9 Uhr rückt die 1 a ein, kündigt Schulleiterin Heike Kollasch an. Auch dort bringt jedes Kind zwei Begleiter und auch seinen Einschulungsbrief an die Klassenleiterin mit. Auf ihn hat es sein Lieblingsspielzeug gemalt, die Zahlen und die Buchstaben, die es schon kennt, und ein Foto von sich geklebt. Es wird das erste Blatt seines Portfolios, das es zum Abschluss der 6. Klasse mit allen Leistungsnachweisen überreicht bekommt.
Überraschungen Am Wäldchen
In der Grundschule Am Wäldchen begrüßt Schulleiterin Kerstin Pukrop am 8. August zweimal 25 neu einzuschulende Kinder in den Klassen 1 a und 1 b. Es gelten die gleichen, am vergangenen Donnerstag zwischen den Schulleiterinnen abgesprochenen, Rahmenbedingungen, dass jedes Kind zwei Personen mitbringen darf: „Mehr will ich gar nicht verraten, denn unsere Elternbriefe mit den Überraschungen zur Einschulungsfeier treffen erst am Wochenende in den Haushalten ein“, sagt Kerstin Pukrop. Sie bitte aber um Verständnis, dass sich stets bis zuletzt etwas ändern könne, denn sie müsste immer wieder auf neue Regelungen reagieren.
Eine besondere organisatorische Herausforderung hat die Leiterin der Hegermühlen-Grundschule, Marina Altkuckatz, zu bewältigen: 100 Schulanfänger, aufgeteilt in drei Regel-, zwei Flex- und eine Sprachförderklasse werden, über den Vormittag des 8. August gestreckt, in Etappen willkommen geheißen. Einzelheiten stehen im Elternbrief.