Pit und Paule gehören zu den Besucher-Lieblingen im Berliner Zoo. Die beiden Pandabären leben seit 2019 in der Hauptstadt. Am 31. August 2019 um 18.54 Uhr war es soweit: Panda-Dame Meng Meng wurde zum ersten Mal Mutter und brachte – nach einer Tragzeit von 147 Tagen – (zunächst) ein Jungtier zur Welt. Eine knappe Stunde später, um 19.42 Uhr, bekam der kleine Neuberliner noch ein Zwillingsgeschwisterchen. Im Sommer 2021 feierten die Berliner Pandabrüder Pit und Paule ihren 2. Geburtstag. Die erste Panda-Geburt in einem deutschen Zoo war eine Sensation. Pandas sind nicht nur Einzelgänger, sondern auch ausgesprochene Sex-Muffel. Nur an ganz wenigen Tagen im Jahr besteht eine Chance auf Nachwuchs.

Wem gehören die Berliner Pandas?

Im kommenden Jahr werden sie ihre Berliner Heimat wahrscheinlich verlassen müssen: Berlins Pandas sind laut Vertrag Eigentum Chinas. Der Zoo zahlt pro Jahr als Leihgebühr rund eine Million US-Dollar, die nach chinesischen Angaben in die Panda-Zucht fließen. Auch die Jungtiere gehören China. Ein Umzug von Pit und Paule aus dem Berliner Zoo nach China im kommenden Jahr ist allerdings noch nicht unter Dach und Fach. „Es gibt theoretisch die Möglichkeit, dass sie uns nächstes Jahr verlassen, aber das ist nicht sicher“, sagte Zoodirektor Andreas Knieriem der Deutschen Presse-Agentur. Es sei im Frühjahr und Sommer möglich, könne aber auch später sein.
„Es wäre gut, wenn sie uns dann verlassen, wenn sie um die 80 Kilo wiegen. Dann gehen sie ihre eigenen Wege.“ Er wolle sie lieber nach China geben, bevor es zwischen den Panda-Brüdern zu Kabbeleien komme. „Sie können nicht voraussehen, wie pubertär es denn wird.“

Soll es neue Panda-Babys im Berliner Zoo geben?

Der Zoo denkt auch an neuen Nachwuchs. Panda-Mutter Meng Meng bringe hervorragende Bedingungen mit für das Aufziehen von Jungieren, sagte der Zoodirektor. „Ich gehe davon, wir werden wieder züchten, aber erst dann, wenn die Bude frei ist.“

Wie können Pit und Paule derzeit besucht werden?

Der Berliner Zoo hat unter Einhaltung der 2G-Regel (geimpft oder genesen) derzeit für Besucher geöffnet. Auch der Panda Garden steht Gästen offen. Tickets sollten laut Zoo online gebucht werden- Vor Ort ist dann noch eine Registrierung über die Luca-App oder per Formular nötig.
Die Abenteuer der beiden Panda-Brüder kann auch im Internet verfolgt werden. Auf der Seite des Berliner Zoos gibt es in einen monatlichen Panda-Blog in Bildern und Videos Neues über Pit und Paule. Im neuesten Beirtrag ist beispielsweise zu sehen, was es für die beiden Bären zu Weihnachten gab.
Und so sahen die beiden vor zwei Jahren aus. Damals hießen die Panda-Zwillinge noch Meng Yuan (l) und Meng Xiang.
Und so sahen die beiden vor zwei Jahren aus. Damals hießen die Panda-Zwillinge noch Meng Yuan (l) und Meng Xiang.
© Foto: Christoph Soeder