„Feuer für Tesla“: Linksextreme bekennen sich zu Anschlägen auf E-Autos und Ladesäulen

Tesla-Autos (Symbolbild) sind immer wieder das Ziel von Brandstiftung. Die Brandanschläge auf zwei Tesla-Fahrzeuge am 7. Februar und zwei Tesla-Ladestationen am 8. Februar in Berlin haben offenbar einen linksextremistischen Hintergrund.
Patrick Pleul/dpaDie Brandanschläge auf zwei Tesla-Fahrzeuge am 7. Februar und zwei Tesla-Ladestationen am 8. Februar in Berlin haben offenbar einen linksextremistischen Hintergrund. Das geht aus einer Anfrage an die Berliner Polizei hervor. Demnach gehe die Polizei bei „den vorliegenden Straftaten von einer linkspolitisch motivierten Tat“ aus. Entsprechende Ermittlungen würden beim „Polizeilichen Staatsschutz im Landeskriminalamt Berlin geführt“, heißt es.
Zuvor hatten sich Unbekannte auf der Webseite „indymedia“ zu den Taten bekannt. Auf der von Linksextremisten genutzten Plattform erschien bereits am 8. Februar um 15.46 Uhr ein anonymer Post, der mit „Feuer für Tesla“ überschrieben ist. In dem Statement werden die Anschläge gerechtfertigt, außerdem wird zu weiterer Gewalt gegen Tesla aufgerufen.
Kampfansage an Tesla: „Elon Musk ist ein Arschloch!“
Zur Begründung für die Brandanschläge heißt es dort unter anderem, dass man mit Angriffen auf Tesla ein Zeichen gegen Kriege setzen würde – da mehrere Armeen Teslas Starlink-Satellitensystem nutzen. Außerdem sei der US-Konzern ein Symbol für grünen Kapitalismus, der jedoch alles andere als grün sei. Die anonymen Autoren begründen ihre Position damit, dass die Lithium-Batterien aus giftigen Minen in Chile kommen würden. Grüner Kapitalismus stehe also für Kolonialismus und Landraub.
Außerdem wolle man sich gegen den Ausbau der Gigafactory in Grünheide wehren. Das Tesla-Werk bei Berlin sei für extreme Ausbeutungsbedingungen bekannt. Zudem verseuche die Fabrik das Grundwasser und verbrauche für ihre Produkte riesige Mengen der ohnehin knappen Ressource. „Wir wollen keine weiteren Teslas auf den Straßen“, heißt es in dem Statement weiter. Als letzten Grund für die Brandattacken nennen die mutmaßlichen Täter: „Elon Musk ist ein Arschloch!“
Linksextreme: „Tesla ein ideales Ziel für unsere Angriffe“
Aufgrund dieser Argumente sei „Tesla ein ideales Ziel für unsere Angriffe“, so die Autoren des Bekennerschreibens. Es sei toll, Luft aus den Reifen von dicken Autos zu lassen. Doch noch besser sei es, „Teslas überall in Flammen aufgehen“ zu lassen. „Ein paar Grillanzünder und der Frühling kann beginnen“, heißt es abschließend.
Die Berliner Polizei sagte zu dem Post auf „indymedia“, dass geprüft werde, ob tatsächlich ein Zusammenhang mit den Brandanschlägen in der vergangenen Woche besteht. Am 7. Februar brannten nachts zwei Fahrzeuge in Berlin-Lichtenberg. Einsatzkräfte der Berliner Feuerwehr löschten die Brände, jedoch konnten sie ein vollständiges Ausbrennen der beiden Teslas nicht verhindern. In der Nacht zum 9. Februar kam es dann ebenfalls im Bezirk Lichtenberg zu einer brandbedingten Sachbeschädigung an zwei Tesla-Ladesäulen. Zu einer Beeinträchtigung der Funktionsfähigkeit der Ladestationen kam es laut Polizei jedoch nicht.

