Tierheimen in Brandenburg fehlen in der Corona-Zeit Spenden. Wegen ausgefallener Veranstaltungen blieben bei vielen Heimen Hilfsgelder aus, sagte Rico Lange, Vorsitzender vom Tierschutzverband Brandenburg. Die Häuser seien aber auf finanzielle Hilfen angewiesen, denn die Tiere bräuchten Futter.

Tierheim Falkensee in Not

„Wir müssen Monat für Monat rechnen“, so Vivien Moedebeck vom Tierheim Falkensee. Nach Angaben der zweiten Vorsitzenden finanziert sich das Haus im Kreis Havelland ausschließlich aus Mitgliedsbeiträgen, Zuwendungen und vor allem Spenden. Die Spendenbereitschaft, finanziell oder sachlich, sei großartig. „Wir sind immer noch überwältigt von der Anteilnahme“, so Moedebeck. Sachspenden wie Reinigungsmittel oder Futterdosen seien immer herzlich willkommen, aber auch finanzielle Spenden seien weiterhin nötig, um beispielsweise die Tierschutzarbeit zu leisten.
„Wir haben Ausgaben nach Möglichkeit minimiert und doppelt geprüft, ob sie notwendig sind, trotzdem haben wir finanzielle Einbußen, durch ausfallende Veranstaltungen oder Vermittlungen aufgrund der Kontaktbeschränkung“, so Moedebeck. Zur Pandemie sei im November noch ein Wasserschaden im Hundehaus gekommen, der den Betrieb vollständig lahmgelegt hätte.

Futterspenden für Tierheim Rathenow


Martina Weber vom Vorstand des Tierheims Rathenow berichtete, dass viele Nachfragen aus der Bevölkerung kämen, ob die Tiere genug zu fressen hätten. Es seien viele Futterspenden beim Heim angekommen, derzeit hätten die Menschen auch ihre eigenen Probleme, vermutete Weber. Tierschützer Lange sagte, die Heime hofften darauf, bald wieder Feste veranstalten und viele Besucher empfangen zu können.