Der Landesbauernverband hat die neuen Regelungen des Agrarministeriums zum Anbau in Schweinepestgebieten kritisiert. Sie seien unklar und ungeeignet, Schwarzwild zu dezimieren, betonte der Verband am Mittwoch in einer Mitteilung. Vor Ort sei es den Landwirten unmöglich, die Vorschriften mit der für sie notwendigen Rechtssicherheit umzusetzen, hieß es. Sie müssten konkret wissen, was sie wann, wo und wie tun dürfen und was nicht, betonte Landesbauernpräsident Henrik Wendorff.

Leitfaden im Sinne der Seuchenbekämpfung

Das Ministerium hatte einen Leitfaden veröffentlicht für Betriebe, deren Agrarflächen sich in den fest eingezäunten Kernzonen und den Restriktionszonen zur Eindämmung der Afrikanischen Schweinepest befinden. Ziel sei es, Landwirten, Grundstückseigentümern und Jägern Informationen an die Hand zu geben, wie in den Gebieten die Nutzung unter der Voraussetzung der Seuchenbekämpfung erfolgen könne, hieß es.
So sollen Kulturen, die Wildschweine anziehen, insbesondere Mais, so weit wie möglich auf Flächen außerhalb der Kernzone verlagert werden. Innerhalb der Kernzone können Sommergetreide oder niedrig wachsende Kulturen angebaut werden. Dazu gibt es Empfehlungen zur Anlage und zu Fördermöglichkeiten von Bejagungsschneisen gerade auf größeren Schlägen.
Das Landwirtschaftsministerium entgegnete, die Regeln seien mit den Verbänden abgestimmt worden. Die nun gestellten Fragen des Bauernverbands werde das Ministerium umgehend beantworten.
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