In Brandenburg sollen alle Wildschweine in der Nähe jener „Kernzone“ getötet werden, in der die ersten mit Afrikanischer Schweinepest (ASP) infizierten Wildschweine gefunden worden. Dies teilte der brandenburgische Agrarminister Axel Vogel (Grüne) am Freitag nach dem Treffen der Länder-Agrarminister in Weiskirchen (Saarland) mit. Der Krisenstab zur Bekämpfung der Tierseuche habe am Freitag einen entsprechenden Beschluss gefasst.

Weiße Zone im Fünf-Kilometer-Radius zur Kernzone

Eine Kommission von EU-Veterinären habe empfohlen, eine „weiße Zone“ in einem Umkreis von fünf Kilometern um die bereits bestehende Kernzone herum auszuweisen. In dieser weißen Zone, die durch feste „wildschweindichte“ Zäune umgrenzt werde, seien alle Wildschweine zu töten. „Heute hat der Krisenstab beschlossen, dieser Empfehlung zu folgen“, sagte Vogel. Wenn man in Brandenburg über Zäune rede, dann gehe es nicht vordringlich über einen Zaun nach Polen, sondern es gehe um eine Eingrenzung des Gebietes, in dem sich infizierte Wildschweine befinden könnten.

34 bestätigte ASP-Fälle in Brandenburg

Währenddessen hat sich der amtliche Verdacht der Afrikanischen Schweinepest bei zwei weiteren Wildschweinen in Brandenburg bestätigt. Insgesamt gibt es nun 34 bestätigte Fälle. Das teilte das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft am Freitagabend mit. Das Nationale Referenzlabor,das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), hat die Tierseuche in den entsprechenden Proben nachgewiesen. Die Fundorte liegen innerhalb des gefährdeten Gebiets. Die Hausschweinbestände in Deutschland sind nach wie vor frei nicht betroffen. Die Seuche ist für den Menschen ungefährlich.