Aktionstag
: Berliner Wasserbetriebe feiern feinste Berliner Rohrperle

Am 28. Mai feiern die Wasserbetriebe erstmals Berlins beliebtestes Getränk mit einem Tag des Berliner Trinkwassers.
Von
Maria Neuendorff
Berlin
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Eine Biene trinkt am neuen Trinkwasserbrunnen am Mariannenplatz in Kreuzberg. Bei der Einweihung des Brunnen machten die Berliner Wasserbetriebe Werbung für den ersten Tag des Berliner Trinkwassers.

dpa/Paul Zinken

„Warum also Kästen schleppen oder an heißen Tagen im Park Plastikflaschen im Späti kaufen?“, fragt Samuel Höller. Der Gründer der Initiative „a tip: tap“ setzt sich seit 2010 für mehr Trinkwasserbrunnen ist der Stadt ein und war am Montag glücklich, als am Mariannenplatz in Kreuzberg eine weitere Sprudelstation eröffnet wurde, an der man seine Flaschen einfach auffüllen oder seinen Mund in den Strahl halten kann, um sich zu erfrischen.

An mehr als 90 Trinkbrunnen und über 520 sogenannten Refill–Stationen in Cafés, Bars und Shops mit blauem Aufkleber am Fenster ist Berliner Trinkwasser in der ganzen Stadt schon heute kostenlos und in bester Qualität verfügbar. Um die Öffentlichkeit darauf aufmerksam zu machen, veranstalten die Berliner Wasserbetriebe heute den „1. Tag des Berliner Trinkwassers“. Von 10 bis 18 Uhr gibt auf dem Mariannenplatz vor dem Haus Bethanien ein Brunnenfest. Auch auf dem Breitscheidplatz, dem Alexanderplatz und der Wilmersdorfer Straße wird das kühle Nass an sogenannten Wasserbars ausgeschenkt.

Neben genug zu trinken wird es vor allem Informationen geben. Passanten sollen erfahren, dass die Berliner Wasserbetriebe jährlich 63 000 Proben in der ganzen Stadt nehmen, um die gute Qualität zu gewährleisten. Wer trotzdem noch unsicher ist, ob vielleicht alte Bleirohre im Mietshaus das Wasser verunreinigen, könne für rund 40 Euro einen Test machen lassen“, erklärt Höller. „Für Schwangere und Eltern mit Kleinkindern bieten die Wasserbetriebe diesen kostenlos an.“

Mehr öffentliche Zapfanlagen

Dazu werden künftig immer mehr öffentliche Zapfanlagen aufgebaut. Für die Ausweitung auf insgesamt 150 Trinkbrunnen stünden eine Million Euro bereit“, erklärt Ramona Pop (Grüne), Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe. Damit wolle man Plastikmüll sowie CO2–Emmision durch Lieferwege reduzieren.

„Das Tolle ist, dass die Leute im Gegensatz zum Einkauf im Bio–Laden sogar noch Geld sparen können“, findet Höller. Er wünscht sich jedoch Technologien, die es erlauben, die Brunnen auch im Winter angestellt zu lassen, ohne dass sie einfrieren. Auch Hinweisschilder zu den Trinkbrunnen fehlten in der Stadt noch.

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