Schüsse in Berlin-Köpenick: Mutmaßlicher Täter kommt in Klinik

Schüsse am Forum Köpenick in Berlin: Polizei und Feuerwehr waren im Großeinsatz, zunächst wurde Amok-Alarm ausgerufen.
Dennis Lloyd Brätsch- Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr in Berlin-Köpenick.
- Schüsse gemeldet, Mindestens eine Person verletzt.
- Polizei prüft die Lage, Spezialeinsatzkommando vor Ort.
- Bahnhofstraße gesperrt, Bus- und Straßenbahnverkehr betroffen.
- Informationen werden aktualisiert, sobald verfügbar.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der festgenommene Mann, der in Berlin-Köpenick auf zwei Imbisse geschossen und einen Mann schwer verletzt haben soll, ist in ein Krankenhaus des Maßregelvollzugs gekommen. Ein Ermittlungsrichter habe die vorläufige Unterbringung des 41-Jährigen wegen des Verdachts des versuchten Totschlags in zwei Fällen angeordnet, teilte die Staatsanwaltschaft mit.
Der Festgenommene hatte in einem Imbiss im Einkaufszentrum Forum Köpenick im Südosten Berlins einem anderen Mann mehrmals in den Oberkörper geschossen. Danach hatte er mit einem weiteren Schuss die Scheibe eines zweiten Imbisses auf der anderen Straßenseite zerstört. Er habe dort ebenfalls auf eine Person gezielt, sie aber nicht getroffen, teilte ein Polizeisprecher mit.
Schüsse in Berlin-Köpenick: Mutmaßlicher Täter könnte schuldunfähig sein
Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft gebe es Anhaltspunkte, dass der Mann wegen einer schweren psychischen Erkrankung schuldunfähig sein könnte. Der mutmaßliche Täter habe sich zu den Vorwürfen bisher nicht geäußert, hieß es weiter. Das mögliche Tatmotiv sei daher noch unklar.
Bahnhof Köpenick: Schüsse und Großalarm – Rückblick
Florian Nath, Pressesprecher der Polizei Berlin, bestätigte die Schussabgabe am Mittwoch gegenüber MOZ.de. Demnach hätte ein unbekannter Mann an einem Asia-Imbiss im Forum Köpenick das Feuer auf einen weiteren Mann eröffnet. Laut den Angaben eines Feuerwehrsprechers sei der Mann schwer verletzt worden. Rettungskräfte brachten ihn in ein Krankenhaus. Er soll mehrere Schusswunden am Oberkörper und dem Bauch erlitten haben. Weitere Details zu seinem Gesundheitszustand waren am Nachmittag noch nicht bekannt.

Die Spezialeinheit GSG9 der Bundespolizei rückte in Köpenick an. Die Elite-Beamten der Bundespolizei waren aufgrund der Nähe zum Bahnhof Köpenick in Alarm-Bereitschaft versetzt worden.
Dennis Lloyd BrätschNach der Schussabgabe im Forum Köpenick sei der Mann zu einem Dönerladen auf der gegenüberliegenden Straßenseite gelaufen. Auf einem Überwachungsvideo, welches MOZ.de vorliegt, ist zu sehen, wie ein Mann mit einer Kapuze auf dem Kopf vor dem Laden stehen bleibt, eine Pistole aus einer Bauchtasche zieht und mehrere Schüsse durch ein Fenster abgibt. Anschließend packt er die Pistole wieder ein und läuft langsam in Richtung Parrisiusstraße. Verletzt wurde durch diese Schussabgabe niemand.
Zunächst keine Hinweise auf den Täter – Zeugen durch Polizei vernommen
Die Hintergründe zu der Tat sind noch unklar. Laut den Angaben diverser Zeugen hätte es vorher keinen Streit gegeben. Der unbekannte Mann habe unvermittelt begonnen, mit seiner Pistole zu schießen. Konkrete Hinweise auf die Identität des Täters gebe es bislang nicht, teilte der Polizeisprecher mit. Es gibt mehrere Zeugen, die noch am Tatort vernommen werden sollen.

Polizei und Feuerwehr sind im Einsatz. Die Bahnhofstraße wurde abgeriegelt.
Dennis Lloyd BrätschNach der Schussabgabe herrschte Chaos auf der Bahnhofstraße in Köpenick. Patronhülsen lagen auf der Straße, ein Fenster war durch die Schüsse geborsten. Menschen liefen umher. Der Tatort wurde von der Polizei weiträumig abgesperrt. Schwer bewaffnete Beamte einer Einsatzhundertschaft sicherten die Umgebung.
Die Bahnhofstraße wurde zwischen dem S-Bahnhof Köpenick und der Seelenbinder Straße gesperrt. Von der Sperrung waren auch Bus- und Straßenbahnverkehr betroffen. Fußgänger mussten ebenfalls auf andere Straßen ausweichen. Kriminaltechniker und Ermittler des Landeskriminalamtes sicherten die Spuren an dem Tatort. Der S-Bahn- und Regionalbahnverkehr ist davon nicht betroffen.
Am darauffolgenden Tag teilte die Staatsanwaltschaft mit, dass der mutmaßliche Schütze am Donnerstagvormittag (7. November) in seiner Wohnung ebenfalls in Köpenick festgenommen wurde. Nach wie vor bleibt das Motiv des Täters unbekannt.
Wir aktualisieren den Text, sobald neue Informationen vorliegen.

