Anschlag in Cottbus
: Erneuter Angriff auf alternatives Wohnprojekt

UPDATE 30.12.2025, 12.37 Uhr: Mit Pyrotechnik haben Unbekannte erneut das Cottbuser Wohnprojekt „Zelle 79“ angegriffen. Das alternative Projekt war in der Vergangenheit bereits mehrfach Ziel von Übergriffen.
Von
dpa
Cottbus
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Das Wohnprojekt „Zelle 79“ in Cottbus wurde schon in der Vergangenheit mehrfach attackiert. (Archivfoto)

Frank Hammerschmidt/dpa
  • Erneuter Angriff auf das alternative Wohnprojekt „Zelle 79“ in Cottbus mit Pyrotechnik.
  • Vorfall ereignete sich in der Nacht auf Dienstag, 30. Dezember 2025, in der Parzellenstraße.
  • Bereits im Dezember 2025 wurde ein Briefkasten des Projekts mit einem Böller gesprengt.
  • Im Mai 2025 attackierten Unbekannte das Gelände mit Böllern und Fackeln.
  • Staatsschutz ermittelt wegen Verdacht auf politisch motivierte Straftaten.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

In Cottbus ist das alternative Wohnprojekt „Zelle 79“ mit Pyrotechnik beschädigt worden. Wie die Polizei mitteilte, ereignete sich der Vorfall in der Nacht auf Dienstag (30. Dezember 2025) in der Parzellenstraße. Weitere Details wie die Art der Beschädigung waren zunächst noch nicht bekannt.

„Die Explosion zerstörte die Tür und riss sie teilweise aus den Angeln“, sagte ein Sprecher der Initiative Sichere Orte. Die Initiative wurde 2025 als Reaktion auf mutmaßlich rechtsextreme Angriffe auf verschiedene Projekte im Süden Brandenburgs gegründet. Der Deckel des Briefkastens sei abgesprengt und die Betonstufen seien zur Tür beschädigt worden, führte der Sprecher aus. Nach der Explosion verbreitete sich demnach Qualm und Brandgeruch durch das ganze Haus. Die Brandmeldeanlage wurde ausgelöst.

Schon im Dezember 2025 gab es eine ähnliche Attacke auf das Projekt, bei der ein Briefkasten mit einem Böller gesprengt wurde. Eine herausgeschleuderte Tür des Briefkastens beschädigte Polizeiangaben zufolge ein Auto. Der für politisch motivierte Straftaten zuständige Staatsschutz ermittelt zu dem Fall.

Es war nicht der erste Angriff auf das Wohnprojekt. Schon im Mai 2025 hatten mehrere Unbekannte das Gelände mit Böllern und Fackeln attackiert. Die Betroffenen sprachen damals von einem versuchten rechtsextremen Brandanschlag.