Antisemitismus im Barnim
: Anti-Israel-Schriftzug am Rathaus Joachimsthal

Antisemitismus, Israel-Hass und Hetze zeigen sich seit Ausbruch des Israel-Krieges auch vielerorts in Deutschland. Nun kam es auch in Joachimsthal zu einem Vorfall.
Von
Markus Pettelkau
Joachimsthal
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Krieg im Nahen Osten: Der Konflikt zeigt sich auch im Barnim. Unbekannte sprühten am Wochenende mehrere antisemitische Parolen an Fassaden von öffentlichen Gebäuden in Joachimsthal.

Ilia Yefimovich

Der Konflikt im Nahen Osten ist auch im Barnim spürbar. In Joachimsthal ermittelt die Polizei derzeit gegen Unbekannte, die mehrere Fassaden beschmiert haben. Was war passiert? Sonntagmittag (15.10.) sind Polizisten zur Kirchstraße gerufen worden. Noch Unbekannte hatten an die Außenwand des Rathauses einen durchgestrichenen Davidstern und an die Fassade der evangelischen Kreuzkirche einen Schriftzug mit Beleidigungen gegen den Staat Israel geschmiert.

Der Staatsschutz der Direktion Ost ermittelt nun zum Vorwurf der Volksverhetzung. Mögliche Zeugen, die Hinweise zu den Tätern geben können, werden gebeten, sich mit der Inspektion Barnim in Verbindung zu setzen. Dies kann über die Telefonnummer 03338/ 3610 oder per Internetwache erfolgen.

Mehr Vorfälle seit Kriegsbeginn

Nach dem Überfall der Hamas auf Israel sowie dem israelischen Gegenschlag zeigt sich der Konflikt laut Polizeistatistik auch immer mehr auf deutschen Straßen. Der Landesverband der jüdischen Gemeinden Land Brandenburg gibt seine Mitgliederzahl mit rund 1.600 Menschen an. Wie viele Palästinenser im Land leben, ist nicht bekannt.