Bauernprotest in Brandenburg: Welche Autobahn-Auffahrten um Berlin blockiert werden

Bauernprotest in Brandenburg: Landwirte blockierten Autobahnzufahrten wegen des geplanten Mercosur-Abkommens. Nun wollen Landwirte und Handwerker erneut auf die Straße. Auf welchen Autobahn-Auffahrten es zu Staus kommen kann. (Archivbild)
Christian Butt/dpa- Bauernprotest in Brandenburg: Blockaden auf der Autobahn A10 am 23. Januar 2026 angekündigt.
- Betroffen sind u. a. die Auffahrten Erkner, Marzahn Ost, Mühlenbeck, Oberkrämmer, Falkensee.
- Protest richtet sich gegen das Mercosur-Abkommen, Energiepolitik und Aussagen von Friedrich Merz.
- Polizei erlaubt Blockaden unter Auflagen – Rettungsfahrzeuge behalten Durchfahrt.
- Weitere spontane Proteste rund um Berlin sind laut Polizei nicht ausgeschlossen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Zum zweiten Mal in diesem Jahr sollen in Brandenburg Autobahnzufahrten gesperrt werden. An der Protestaktion nehmen nicht nur Landwirte teil. Welche Auffahrten betroffen sein werden, warum weitere hinzukommen könnten und weshalb die Blockaden von der Polizei zugelassen werden.
Bereits Anfang der Woche zeichnete sich ab, dass Proteste den Autoverkehr in dieser Woche einschränken könnten. Ungewiss war am Dienstag noch, ob sich genügend Teilnehmer finden würden, um die Aktion an der Autobahn A10 tatsächlich durchzuführen. Nun herrscht Gewissheit, dass es definitiv zu Sperrungen im Rahmen angemeldeter Versammlungen kommen wird.
A10: Wo in Brandenburg die Autobahn-Zufahrten blockiert werden
Auf Nachfrage bei Mitorganisator Thomas Essig, wurde bestätigt, dass folgende Autobahnzufahrten am Freitag (23. Januar 2026) von der Protestaktion betroffen sein werden:
- Autobahnauffahrt Erkner
- Marzahn Ost
- Mühlenbeck
- Oberkrämmer
- Falkensee
- Brieselang
- Potsdam Nord
Auf Nachfrage bei den zuständigen Polizeidirektionen wurde bestätigt, dass für fünf der genannten Autobahnauffahrten Versammlungen angemeldet wurden. Seitens der Polizeidirektion West hieß es, dass ihr für Brieselang und Falkensee keine Kenntnisse über geplante Proteste vorlägen. Mit Sperrungen ist von 6.30 Uhr bis 17 Uhr zu rechnen.
An der Protestaktion beteiligen sich Landwirte, aber auch handwerkliche Betriebe, wie Thomas Essig mitteilt. Der Protest richtet sich nicht nur gegen das geplante Mercosur-Abkommen, sondern ebenso gegen die derzeitige Energiepolitik sowie gegen Aussagen des Bundeskanzlers Friedrich Merz, denen zufolge es in Deutschland zu viele Krankmeldungen gibt. Doch warum dürfen Autobahnzufahrten überhaupt blockiert werden, und welche Auflagen liegen vor?
Bauernprotest in Brandenburg unter Auflagen
Diee Pressestelle der Polizeidirektion Ost klärt auf. Die Aktion wurde als Versammlung angemeldet und fällt damit unter die Versammlungsfreiheit. Natürlich gebe es Auflagen. Wie bei der jüngsten Protestaktion dürfen nur Autobahnauffahrten blockiert werden. Aus Sicherheitsgründen dürfen weder die Autobahnen noch die Autobahnabfahrten durch die Landwirte und Handwerker versperrt werden.
Zudem habe es ein Kooperationsgespräch mit dem Veranstalter gegeben, und die Auflagen seien besprochen worden. Thomas Essig versichert, dass für Rettungsfahrzeuge, aber auch für Pflegedienste jederzeit die Durchfahrt gewährleistet wird.
Polizei schließt nicht aus, dass es zu weiteren Blockaden kommt
Die Polizei weist jedoch darauf hin, dass es nicht ausgeschlossen ist, dass es zu weiteren Versammlungen rund um Berlin kommt. Auch wenn Versammlungen 48 Stunden im Voraus bei der Polizei angemeldet werden sollen, kann es auch zu kurzfristigen Anmeldungen kommen. Die Polizei wird mit Beamten vor Ort sein und kontrollieren, ob die Auflagen eingehalten werden.
Die Landwirte Thomas Essig und Mario Ortlieb aus Brandenburg sowie die Landesgruppe Mecklenburg-Vorpommern des Vereins „Landwirtschaft verbindet Deutschland“ (LSV) haben zu dem Protest aufgerufen.


