Die Corona-Inzidenz in Berlin ist erneut sprunghaft angestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Donnerstagmorgen einen Wert von 1154,2. Am Vortag waren es noch 1055,1. Die Zahl gibt an, wie viele Menschen pro 100 000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert haben. Am Donnerstag vor einer Woche lag sie noch bei 918,5. Derzeit ist die Inzidenz nur in Bremen höher.

Corona in Berlin: Intensivstationen nicht überlastet

Inzwischen melden wieder sämtliche Bezirke die aktuellen Fallzahlen. In den vergangenen Tagen hatte der Bezirk Marzahn-Hellersdorf aufgrund von technischen Problemen stets keine Daten übertragen.
Demnach wurden in der Hauptstadt zwischen Mittwoch und Donnerstag laut RKI 11 450 neue Corona-Fälle registriert. Seit Beginn der Pandemie haben sich damit nachweislich 426 884 Menschen infiziert. Ein weiterer Toter wurde seit Mittwoch im Zusammenhang mit Covid-19 registriert. Die offizielle Zahl der an oder mit Covid-19 gestorbenen Menschen seit Pandemiebeginn stieg somit auf 4073.
Trotz des erneut starken Anstiegs der Inzidenz und der gemeldeten Fallzahl bleibt die Lage auf den Intensivstationen weiter unter Kontrolle. 17,8 Prozent der Intensivbetten in Berlin waren laut dem aktuellen Lagebericht des Senats von Donnerstag mit Covid-19-Patienten belegt. Damit schwankt der Wert weiter unter der kritischen Marke von 20 Prozent. Vor einer Woche waren es 17,9.
Die Hospitalisierungsinzidenz stieg im Wochenvergleich indes weiter und lag am Donnerstag laut Lagebericht bei 13,4 und damit weiter im kritischen Bereich. Der Wert gibt an, wie viele von 100 000 Menschen binnen einer Woche wegen Corona ins Krankenhaus mussten. Vor einer Woche waren es noch 11,1.

Corona in Brandenburg: Speckgürtel meldet hohe Inzidenzen

Die Situation in der Hauptstadt strahlt auf das direkt Umland aus. So sind die Inzidenz am höchsten, die im Speckgürtel sind und somit direkt an Berlin angrenzen. Die höchsten Inzidenzen in Brandenburg haben derzeit:
  • Potsdam: 1233,9
  • Teltow-Fläming: 1016,6
  • Dahme-Spreewald: 961,8
  • Uckermark: 931,9
  • Oder-Spree: 907,5