Berlin: Streik bei der BVG – Wann und wo der Nahverkehr zum Erliegen kommt

Warnstreik im Nahverkehr in Berlin
Annette Riedl/dpa- Verdi streikt am 10. Februar 2025 für 24 Stunden bei der BVG.
- U-Bahnen, Trams und Busse sind betroffen.
- Alternativen: S-Bahn, Regionalzüge, Taxis, Carsharing.
- Hintergrund: Tarifstreit, Verdi fordert 750 Euro mehr pro Monat.
- Nächste Verhandlungen am Dienstag.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Gewerkschaft Verdi hat zu einem ganztägigen Warnstreik bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) aufgerufen. Wann und wo muss im Berliner Nahverkehr mit Einschränkungen gerechnet werden?
Berlin: Wann findet der Streik im Nahverkehr statt?
Am Montag, dem 10. Februar 2025, müssen sich Fahrgäste in Berlin auf massive Ausfälle im öffentlichen Nahverkehr einstellen. Von 3:00 Uhr morgens an wird der Betrieb für 24 Stunden weitgehend eingestellt.
U-Bahn, Trams, Busse: Diese Linien sind vom Streik betroffen
- Busse: Der gesamte Busverkehr der BVG kommt zum Erliegen. Unternehmen, welche von der BVG beauftragt sind, befahren jedoch vereinzelte Strecken.
- Trams: Keine Trams werden am Streiktag fahren.
- U-Bahnen: Auch die U-Bahn-Linien der BVG sind nicht in Betrieb.
Linien und Angebote, die im Auftrag der BVG von anderen Unternehmen gefahren werden, sind vom Streik nicht betroffen. Das gilt für den BVG Muva und alle Fähren (F10, F11, F12). Die Buslinien 106, 114, 118, 133, 161, 168, 175, 179, 204, 218, 234, 263, 275, 316, 318, 320, 326, 334, 349, 358, 363, 380, N12, N23, N35, N39, N53, N61, N63, N69, N84, N91, N95, N97 fahren. Die Linien X36, 112, 124, 184, 744, 893 und N68 fahren mit eingeschränktem Angebot.
Welche Alternativen gibt es?
Die S-Bahn Berlin ist nicht betroffen und verkehrt planmäßig, da sie von der Deutschen Bahn betrieben wird. Auch die Ringbahn wird am Montag wie gewohnt verkehren. Darüber hinaus können Fahrgäste prüfen, ob Teile der Strecken mit Regionalzügen zurückgelegt werden können. Wer nicht aufs Fahrrad steigen mag, kann ansonsten auch auf Taxis und Anbieter wie Bolt, Uber und Co. zurückgreifen. Neben Fahrzeugen verfügen die Apps auch über E-Roller und Leihfahrräder. Eine weitere Möglichkeit sind Carsharing oder gemeinsame Fahrgemeinschaften.
BVG: Warum wird gestreikt?
Der aktuelle Warnstreik bei der BVG ist Teil eines Tarifstreits zwischen Verdi und dem Unternehmen, nachdem das bisherige Angebot abgelehnt worden war. Die BVG bot nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur (dpa) eine Lohnerhöhung von 15,3 % bis Ende 2028 an, rückwirkend ab 2025. Zusätzlich waren Zulagensteigerungen von bis zu 84 %, besonders für Schichtarbeit und Fahrerinnen und Fahrer, vorgesehen. BVG-Personalvorständin Jenny Zeller-Grothe bezeichnete das Angebot als „ernsthaft“.
Verdi hingegen kritisierte das Angebot als „Nebelkerze“ und forderte ernsthafte Verhandlungen ohne „Zahlenspielereien“. Die Gewerkschaft verlangt monatlich 750 Euro mehr für die rund 16.000 Beschäftigten bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Zudem fordert Verdi ein 13. Monatsgehalt sowie Zulagen von 300 Euro für Fahrdienste und Wechselschichten und 200 Euro für Schichtarbeit.
Die bisherigen Verhandlungen blieben ohne Ergebnis. Verdi droht bei ausbleibenden Verbesserungen mit weiteren Streiks. Die nächste Verhandlungsrunde ist für kommenden Dienstag geplant, kurz nach dem Warnstreik.
