Biden heute in Berlin
: Diese US-Präsidenten besuchten Deutschland

Diese Präsidenten der USA besuchten seit Kriegsende die Bundesrepublik Deutschland. Eine Bilder-Galerie.
Von
dpa ,
Lisa Klopp-Jaber
Berlin
Jetzt in der App anhören
ARCHIV - Der amerikanische Präsident John F. Kennedy (l) nach seiner Ankunft am 23. Juni 1963 auf dem Flughafen Köln-Bonn mit Bundeskanzler Konrad Adenauer (r). Kennedy sprach während seines Staatsbesuchs in der Bundesrepublik bei einer Visite in Berlin (West) die berühmten Worte "Ich bin ein Berliner". (zu dpa:"Schlitzohriger Revolutionär - Vor 50 Jahren starb Adenauer" vom 12.04.2017) Foto: Alfred Hennig/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Der amerikanische Präsident John F. Kennedy (l) nach seiner Ankunft am 23. Juni 1963 auf dem Flughafen Köln-Bonn mit Bundeskanzler Konrad Adenauer (r). Welche US-Präsidenten seit Kriegsende Deutschland und Berlin besuchten in einer Bilder-Galerie.

Alfred Hennig/dpa
  • Biden besucht Berlin; höchste Sicherheitsvorkehrungen, Verkehr gestört.
  • Seit 1945 besuchten alle 14 US-Präsidenten Deutschland.
  • Trump nur 2017 zum G20-Gipfel in Hamburg, Treffen mit Putin.
  • Obama häufigster Besucher, insgesamt sechsmal in Deutschland.
  • Historische Reden: Kennedy 1963, Reagan 1987, Clinton 1994 in Berlin.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Heute kommt US-Präsident Joe Biden zu Besuch in die Hauptstadt Berlin. Durch seinen Besuch und Sicherheitsvorkehrungen der höchsten Stufe wird Berlin lahmgelegt. Der Verkehr wird gestört, öffentliche Verkehrsmittel fallen aus und Scharfschützen stehen auf Gebäuden.

Seit 1945 kam jeder der 14 US-Präsidenten nach Deutschland. Viele Besuche gerieten schnell in Vergessenheit, einige erlangten historische Bedeutung. Eine Bilder-Galerie aller US-Präsidenten, die seit Kriegsende Deutschland und Berlin besuchten.

Joe Biden sagt heute "goodbye" in Berlin

Biden nahm im Juni 2022 am G7-Gipfel in Schloss Elmau teil und betont die Geschlossenheit des Westens gegenüber dem russischen Aggressor in der Ukraine. Zum Ende seiner Amtszeit kommt er heute zu seinem ersten bilateralen Treffen nach Berlin. Gleichzeitig ist es heute ein Abschiedsbesuch, denn bei der US-Wahl im November 2024 wird er nicht wieder antreten.

Diese Sicherheitsvorkehrungen gibt es heute in Berlin, um den Präsidenten der USA zu schützen.

Bergige Landschaft mit US-Präsident: Biden neben Kanzler Scholz beim G7-Gipfel in Bayern.

Michael Kappeler/dpa

Donald Trump lässt Deutschland (fast) links liegen

Einen bilateralen Besuch stattet Trump der Bundesrepublik nicht ab, zu viele Konflikte gibt es seinerzeit zwischen Deutschland und den USA. Lediglich zum G20-Gipfel kommt er im Juli 2017 nach Hamburg. Dort trifft er erstmals auf den russischen Präsidenten Wladimir Putin.

Trump ist nur ein Mal in der Bundesrepublik - und trifft zu diesem Anlass erstmals Putin.

Evan Vucci/dpa

Barack Obama ist am häufigsten in Deutschland

Schon im Wahlkampf-Sommer 2008 begeistert Senator Obama 200.000 Menschen an der Berliner Siegessäule. Als Präsident ist er dann sechsmal in Deutschland, so oft wie kein anderer. Seine Rede im Juni 2013 am Brandenburger Tor ist überschattet vom NSA-Skandal.

Lässig in der Sommerhitze: Obama hält 2013 vor dem Brandenburger Tor eine Rede.

picture alliance / dpa

George W. Bush kann besser mit Merkel als mit Schröder

Fünfmal ist Bush in Deutschland trotz des Irakkrieg-Zerwürfnisses mit dem damaligen Kanzler Gerhard Schröder. Mit Nachfolgerin Angela Merkel klappt es besser - etwa beim Wildschwein-Essen im vorpommerschen Dorf Trinwillershagen im Juli 2006.

Zumindest das Wildschwein hat beim US-deutschen Grillabend nichts mehr zu lachen.

picture alliance / dpa

Bill Clinton wird teils wie ein Popstar gefeiert

1994 redet Clinton als erster US-Präsident im Ostteil Berlins und sagt auf Deutsch: „Nichts wird uns aufhalten. Alles ist möglich. Berlin ist frei“. Noch vier weitere Male kommt er nach Deutschland, unter anderem, um 2000 den Karlspreis in Aachen entgegenzunehmen.

Clinton ist der erste US-Präsident nach dem Mauerfall in Ost-Berlin. Im Hintergrund sieht man seine Ehefrau Hillary Clinton.

Peter Kneffel/dpa

George Bush kommt nur in den Westen Deutschlands

Im November 1990 kommt Bush senior als erster US-Präsident ins wiedervereinigte Deutschland. Im Haus von Kanzler Helmut Kohl in Oggersheim bekommt er ein pfälzisches Vesper serviert. Bei seinem Besuch im Mai 1989 ging es mit dem Boot auf den Rhein.

Auch auf dem Wasser standfest: Bush mit Kohl nebst Gattinnen auf dem Rhein.

Heinz Wieseler/dpa

Ronald Reagan stellt berühmte Forderung an Gorbatschow

Dreimal ist Reagan in der Bundesrepublik. Besonders in Erinnerung: seine Rede zur 750-Jahr-Feier Berlins. Er appelliert im Juni 1987 auf der Westseite des Brandenburger Tors an den sowjetischen Staatschef: „Herr Gorbatschow, reißen Sie diese Mauer nieder.“

US-Präsident Reagan vor dem Brandenburger Tor. Reagan schreibt mit seiner Aufforderung «Herr Gorbatschow, reißen Sie diese Mauer nieder!» Geschichte.

Dieter Klar/dpa

Jimmy Carter erinnert an die Luftbrücke

Im Juli 1978 ist Carter für einige Tage in Deutschland. In West-Berlin jubeln ihm auf dem Kurfürstendamm etwa 150.000 Menschen zu. Am Luftbrückendenkmal sagt er auf Deutsch: „Was immer sei, Berlin bleibt frei!“. Am Potsdamer Platz blickt er auf die Mauer.

Carter schaut am Potsdamer Platz auf die Berliner Mauer.

dpa

Gerald Fords Besuch bleibt blass

Ford kommt im Juli 1975 zu Gesprächen mit Bundeskanzler Helmut Schmidt nach Bonn und zu einer Truppenvisite bei Gießen. Der Besuch hinterlässt keinen bleibenden Eindruck. Festlicher Höhepunkt ist eine Dampferfahrt auf dem Rhein.

US-Präsident Ford in Deutschland.

Heinrich Sanden/dpa

Richard Nixon kommt besondere Ehre zuteil

Als erster ausländischer Staatschef tritt Nixon im Februar 1969 ans Rednerpult im Bonner Bundestag und versichert den Deutschen: „Wir gehören zusammen!“ Im West-Berliner Schloss Charlottenburg sagt er: „Eine Mauer kann eine Stadt teilen, aber nicht ein Volk.“

Manche jubeln Nixon zu, andere demonstrieren gegen den Vietnamkrieg.

dpa

Lyndon B. Johnson nimmt Abschied vom ersten Bundeskanzler

Wenige Tage nach dem Tod Konrad Adenauers kommt Johnson im April 1967 nach Deutschland, um im Kölner Dom am Staatsakt für den ersten Bundeskanzler teilzunehmen.

Johnson (r.) zeigt mit seiner Teilnahme am Staatsakt, wie wichtig Adenauer für die US-deutsche Beziehung war.

Peter Popp/dpa

John F. Kennedy prägt seinen legendären Satz

Kennedy besucht 1963 Köln, Bonn, Frankfurt am Main und Berlin. Er ist der erste US-Präsident, der die geteilte Stadt nach dem Mauerbau besucht. Mit der Rede, die er am 26. Juni vor dem Rathaus Schöneberg hält, schreibt er Geschichte: „Ich bin ein Berliner.“

Kennedys Rede vor dem Schöneberger Rathaus geht um die Welt.

Heinz-Jürgen Göttert/dpa

Harry S. Truman arbeitet an der europäischen Nachkriegsordnung

Gut zwei Monate nach Ende des Zweiten Weltkriegs verhandelt Truman im Sommer 1945 auf der Potsdamer Konferenz mit den britischen Premiers Clement Attlee und Winston Churchill sowie dem sowjetischen Staatschef Josef Stalin über die europäische Nachkriegsordnung.

Truman (M.) verhandelt auf der Potsdamer Konferenz die europäische Nachkriegsordnung mit.

dpa

Dwight D. Eisenhower hat die West-Allianz im Blick

Im August 1959 jubeln mehr als 100.000 Menschen Eisenhower zu, der 15 Jahre zuvor als Oberbefehlshaber die Landung der alliierten Truppen in der Normandie im Kampf gegen Nazi-Deutschland leitete. Sein Besuch bei Adenauer in Bonn soll die Partnerschaft stärken.

Mit seinem Besuch bei Adenauer will Eisenhower die West-Allianz stärken.

dpa