Bombe in Oranienburg: Nächste Bombenentschärfung – Termin und Sperrkreis

In Oranienburg wird mit hoher Wahrscheinlichkeit noch 2025 eine weitere Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft. Der Termin steht jetzt fest.
Julian Stähle/dpa-Zentralbild/dpa- Bombenentschärfung am 22. Oktober 2025 in Oranienburg geplant – Sperrkreis mit 1000 m Radius.
- Rund 3000 Menschen müssen ihre Häuser verlassen, Anlaufstelle im Regine-Hildebrandt-Haus.
- Fundort der Bombe: „Biberinsel“ in Schmachtenhagen, Tiefe von fünf Metern, Wachschutz vor Ort.
- Sperrkreis betrifft Schulen, Gewerbegebiete und Kanäle – B96 und Bahnverkehr nicht betroffen.
- Kosten übernimmt der Landesbetrieb Forst Brandenburg, der Eigentümer des betroffenen Grundstücks.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Jetzt ist es amtlich. Der Termin für die nächste Bombenentschärfung in Oranienburg steht fest. 3000 Menschen müssen ihre Häuser verlassen. Alle wichtigen Informationen im Überblick.
Der Bombenblindgänger wurde im Bereich der „Biberinsel“ im Ortsteil Sachsenhausen gefunden. Er liegt in einer Tiefe von rund fünf Metern. Die Freilegung der Bombe ist so weit vorangeschritten, dass die Stadt jetzt einen Termin für die Entschärfung mitteilen konnte. Demnach könnte es am Mittwoch (22. Oktober) zur Entschärfung kommen.
Ganz sicher ist das bei einer Entschärfung immer erst am Vortag. Heißt: Am 21. Oktober können nähere Aussagen zur sogenannten „Bezünderung“ getroffen werden. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst komme derweil mit seiner Arbeit gut voran, so die Stadt.
Sperrkreis in Oranienburg – 3000 Anwohner betroffen
„Der Spundwandkasten steht, alle nötigen Leitungen sind verlegt“, heißt es. „Derzeit wird vor Ort die Anlage zur Absenkung des Grundwassers installiert. Die Räumstelle wird durch eine Wachschutzfirma rund um die Uhr bewacht.“
Im Falle der Entschärfung muss ein Sperrbereich rund um den Fundort angelegt werden. Er hat einen Radius von 1000 Metern und darf ab 8 Uhr nicht mehr betreten werden. In dem Sperrkreis sind rund 3000 Menschen gemeldet. Sie müssen ihre Häuser verlassen.
Das ist der Sperrkreis am 22. Oktober 2025:
In dem Sperrkreis befinden sich zudem die Jean-Clermont-Schule, Gewerbegebiete und einige städtische Einrichtungen. „Zudem verlaufen hier der Ruppiner Kanal, die Havel und der Oranienburger Kanal, die im Falle einer Entschärfung gesperrt wären.“
Ebenfalls betroffen wäre der Busverkehr. Nicht betroffen sind die B96 und der Bahnverkehr. Beides liegt außerhalb des Sperrkreises. „Mit einem Abschluss der Bombenentschärfung und somit Freigabe des Sperrkreises könnte im Laufe des Nachmittags zu rechnen sein, sofern alles nach Plan verläuft“, so die Stadt. „Verzögerungen sind bei der Entschärfung einer Weltkriegsbombe jedoch nie auszuschließen.“
Für betroffene Bürgerinnen und Bürger, die nicht anderweitig unterkommen können, stellt die Stadt eine Anlaufstelle zur Verfügung: Das Regine-Hildebrandt-Haus in der Sachsenhausener Straße 1. Pflegebedürftige Personen sowie solche, die Hilfe beim Verlassen des Sperrkreises benötigen, setzen sich bitte mit dem Amt für Brandschutz, Sachgebiet Kampfmittel der Stadt Oranienburg in Verbindung. Vom 22. September an können sie oder ihre Angehörigen sich wochentags von 8 bis 16 Uhr unter 03301 600901 melden.
Da sich der Bombenblindgänger auf einem Grundstück im Eigentum des Landesbetriebes Forst Brandenburg befindet, trägt dieser auch sämtliche Kosten, die in Zusammenhang mit der Bergung entstehen. Zwischen dem Landesbetrieb Forst Brandenburg und der Stadt Oranienburg wurde hierzu eine Geschäftsversorgungsvereinbarung abgeschlossen.

