Brand in Ludwigsfelde: Lkw mit Flüssiggas – Feuer gelöscht, Einsatz-Ende nach zwei Tagen
Der am Samstagmorgen (6. Januar) ausgebrochene Brand in einem Gewerbegebiet in Ludwigsfelde, bei dem auch Tanklastwagen mit Flüssiggas gebrannt haben, ist gelöscht. Ein Einsatz-Ende in Genshagen sei aber noch nicht in Sicht, sagte der Sprecher der Feuerwehr in Ludwigsfelde, Matthias Richter, am Sonntagmorgen. Derzeit werde geprüft, wie das Gas in den Tanklastwagen umgepumpt werden könne.
In der Nacht sei es angeforderten Spezialisten aus Sachsen gelungen, das Feuer zu löschen, so die Feuerwehr. Auch Leckagen an Tanks mit Flüssiggas seien abgedichtet worden. An der Einsatzstelle dauerten Belüftungsarbeiten an.
Flüssiggas-Brand in Ludwigsfelde – Spezialisten im Einsatz
Zunächst soll es am Samstagmorgen auf einem Betriebsgelände im Gewerbegebiet an der Seestraße in der Nähe der A10 zu einer Explosion gekommen sein. Der Notruf ging gegen 4.35 Uhr in der Feuerwehrleitstelle ein.

Eine Brandausbreitung auf eine angrenzende Lagerhalle konnte verhindert werden.
Dennis Lloyd BrätschAls die ersten Rettungskräfte vor Ort eintrafen, standen mehrere Tanklaster hinter einer Lagerhalle in Flammen. „Es waren auch noch ganz klar und deutlich Explosionen zu hören“, schildert Fischer die Situation. Die Gefahrgut-Laster standen in unmittelbarer Nähe zu der Fassade des Gebäudes.
Großeinsatz nach Explosionen – aktuelle Schäden
„Die Maßnahmen der Feuerwehr richteten sich zuerst darauf, die Ausbreitung des Brandes zu verhindern“, erklärt der Stadtwehrführer. Durch die Explosion war das Gebäude zwar schon beschädigt worden, aber die Flammen konnten rechtzeitig unter Kontrolle gebracht werden. Fünf abgestellte Lkw seien ausgebrannt, zwei Überseecontainer in Mitleidenschaft gezogen worden und drei Lastwagen hätten Einsatzkräfte noch aus der Gefahrenzone herausfahren können, sagte der Sprecher der Feuerwehr Ludwigsfelde, Matthias Richter.
Aufgrund der Größe des Brandes musste die Feuerwehr das Löschwasser aus mehreren Hydranten über eine längere Strecke an die Einsatzstelle bringen. Eine Drohne überwachte die Wärmeentwicklung aus der Luft.

Auf einem Betriebsgelände brennen mehrere Gefahrgut-Lkw.
Dennis Lloyd BrätschDie Einsatzkräfte kämpften lange gegen den Brand an einem Lastwagen mit einem Flüssiggas-Tank. „Irgendwie müssen wir das Feuer auskriegen“, sagte Matthias Richter, Sprecher der Feuerwehr in Ludwigsfelde. Nachdem dies geschafft war, trat seinem Kollegen Alexander Bogs zufolge Gas aus. Damit keine explosionsfähige Atmosphäre entstehe, habe man Lüfter aufgestellt, die das Gas mit der Umgebungsluft verwirbeln.
Abwehr von Gefahrenstoffen – Sicherheitsmaßnahmen
Wegen der teils geladenen Gefahrenstoffe in den Tanklastzügen wurde ein Sperrkreis von 400 Metern eingerichtet. Die Polizei sorgte dafür, dass sich in diesem Gebiet um den Einsatzort keine Menschen mehr in den Gebäuden befanden. Die Bevölkerung wurde via App gewarnt, Türen und Fenster geschlossen zu halten.
Die Einsatzstelle sei unter Kontrolle, hieß es am Samstagnachmittag von einem Sprecher der Regionalleitstelle in Brandenburg/Havel. Hinweise auf Verletzte gab es nicht. Die Polizei ermittelt zur Brandursache. „Wir planen, die Tatortgruppe des LKA zum Einsatz zu bringen“, sagte ein Sprecher des Lagedienstes der Polizei in Potsdam.

Einsatzkräfte der Feuerwehr am Brandort.
Dennis Lloyd BrätschDas Gewerbegebiet im Ludwigsfelder Ortsteil Genshagen ist nur wenige Kilometer von Berlin entfernt und liegt an der A10.
Feuerwehr-Einsatz in Ludwigsfelde dauert zwei Tage
Fast zwei Tage nach Ausbruch eines Feuers in einem Gewerbegebiet in Ludwigsfelde ist der Einsatz am späten Sonntagabend beendet worden. Wie ein Sprecher der Feuerwehr Ludwigsfelde am Montag (8. Januar 2024) mitteilte, waren bis zum Schluss vor Ort Kontrollmessungen durchgeführt worden. Außerdem sei Gas aus den Tanklastwagen abgepumpt worden. Auch der Sperrkreis wurde laut dem Sprecher aufgehoben. Die Polizei ermittelt weiter zur Brandursache.





