BSH in Brandenburg
: Waschmaschinen-Produktion in Nauen vor Aus - 440 Jobs betroffen

Die Bosch-Tochter BSH verkauft Waschmaschinen, Herde und andere Hausgeräte. Jetzt will sie sich von 1400 Beschäftigten trennen. In Brandenburg trifft das den Standort Nauen.
Von
dpa
München
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BSH will rund 1400 Stellen abbauen. In Brandenburg trifft das den Standort Nauen mit 440 Jobs. (Archivbild).

picture alliance / Ralf Hirschberger/dpa-Zentralbild/ZB
  • BSH baut 1400 Stellen ab – Produktionsstopp in Nauen bis Mitte 2027, 440 Jobs betroffen.
  • Immobilienmarkt und Nachfrage nach günstigeren Geräten belasten die Branche.
  • Standort Bretten in Baden-Württemberg streicht bis 2028 rund 980 Stellen.
  • Gewerkschaft und Betriebsrat fordern Transparenz und alternative Konzepte.
  • BSH: Europäischer Marktführer mit Marken wie Bosch, Siemens, Neff und Gaggenau.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Hausgerätehersteller BSH will sich angesichts einer schwächelnden Nachfrage von rund 1400 Beschäftigten trennen. Der Schritt sei notwendig, weil das Unternehmen dauerhaft mehr produziere, als es verkaufen könne, teilte es in München mit. Die Entscheidung  trifft auch die Waschmaschinenproduktion im brandenburgischen Nauen. Sie soll bis Mitte 2027 auslaufen. Betroffen sind rund 440 Beschäftigte.

Als Grund nannte BSH unter anderem den schwachen Immobilienmarkt sowie ein verändertes Kaufverhalten der Verbraucher hin zu günstigeren Geräten. Am stärksten betroffen ist laut Mitteilung der Standort Bretten in Baden-Württemberg: Hier soll bis zum Ende des ersten Quartals 2028 unter anderem die Produktion von Herden und Dunstabzugshauben sowie die Logistik eingestellt werden. Etwa 980 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien davon betroffen.

BSH ist nach eigenen Angaben europäischer Marktführer bei Hausgeräten. Das Unternehmen produziert unter anderem Waschmaschinen, Einbauküchen, Herde und Kühlgeräte. Zu den Marken gehören Bosch, Siemens, Neff und Gaggenau. Die Abkürzung BSH stand früher für Bosch und Siemens Hausgeräte. Bis Anfang 2015 war BSH ein Gemeinschaftsunternehmen von Bosch und Siemens.

Scharfe Kritik von Gewerkschaft und Betriebsrat

„Uns ist bewusst, dass ein solcher Schritt mit Sorgen und Unsicherheiten verbunden ist“, sagte Matthias Metz, Vorsitzender der BSH-Geschäftsführung, laut Mitteilung. Er sei das Ergebnis einer intensiven Analyse der Geschäftslage. BSH wolle nun mit der Vertretung der Arbeitnehmer nach sozialverträglichen Lösungen suchen.

Die Industriegewerkschaft Metall und der Brettener Betriebsrat forderten die Geschäftsführung auf, die Pläne zu verwerfen und über Zukunftskonzepte zu sprechen. „Wir fordern Transparenz und echte Mitbestimmung - nicht vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden“, sagte Betriebsratsvorsitzender Kristian Kipcic-Suta.