Bundeswehr
: Konvois rollen durch Brandenburg, diesmal durch diese Region

Die Bundeswehr kündigt die nächsten militärischen Konvois an. Das ist der Grund. Und das ist die Region in Brandenburg, die diesmal vor allem betroffen ist.
Von
Bodo Baumert
Potsdam
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Konvois litauischer Streitkräfte auf Straßen von Bayern nach Schleswig-Holstein erwartet

Konvois der Bundeswehr rollen ab dem 10. November wieder durch Brandenburg. (Symbolfoto)

Jane Schmidt/Territoriales Führungskommando der Bundeswehr/obs/dpa
  • Bundeswehr-Konvois rollen ab 10. November durch Brandenburg – Schwerpunkt Süden.
  • Grund: Verbandsübung „Cobalt Grizzly 2025“ des Sanitätsregiments 1 aus Berlin.
  • Übung auf Truppenübungsplatz Oberlausitz, Fokus: Verwundetenversorgung im Notfall.
  • Autofahrer: Abstand zu Kolonnen halten, besondere Verkehrsregeln beachten.
  • Übung bis 20. November, Rückfahrten nach Berlin möglich.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Autofahrer sollten ab dem 10. November wieder besonders aufmerksam in Brandenburg unterwegs sein. Denn die Bundeswehr hat erneut eine sogenannte Verlegung angekündigt. Dabei rollen militärische Konvois durch die Region, für die besondere Verkehrsregeln gelten.

Rund 300 Soldaten nehmen laut Angaben des Landeskommandos Brandenburg an der aktuellen Verlegung teil. Diese sind mit 80 Fahrzeugen in sechs sogenannten Marschbändern unterwegs. Das heißt, sie fahren in Kolonne, zu erkennen an den blauen Fahnen an den beteiligten Fahrzeugen.

Truppenverlegung, Übung, Transport befreundeter Nato-Einheiten oder Waffenlieferung für die Ukraine? Durch Brandenburg laufen in den vergangenen Monaten viele solcher Transporte, mal auf der Schiene, mal auf der Straße. Ein Beleg dafür, wie wichtig Deutschland und gerade auch Brandenburg für den Transport des Militärs durch Europa ist. Die Bundeswehr spricht von der „Drehscheibe Deutschland“, in der Brandenburg aufgrund seiner Lage eine wichtige Rolle spielt.

Das ist diesmal der Grund für Militärkonvois durch Brandenburg

Was aber ist diesmal der Grund für die Militärkolonnen? Laut Angaben des Landeskommandos der Bundeswehr handelt es sich um eine Verbandsübung mit dem Namen „Cobalt Grizzly 2025“. „Der Name leitet sich von der kobaltblauen Barettfarbe des Sanitätsdienstes der Bundeswehr und dem Berliner Bären, dem Heimatstandort des Verbandes, ab“, erläutert das Landeskommando auf seiner Facebook-Seite.

Konkret geht es um das Sanitätsregiment 1 Führungsbereich Berlin, das auf den Truppenübungsplatz Oberlausitz bei Weißwasser ausrückt, um dort für den militärischen Notfall zu üben.

„Schwerpunkt der diesjährigen Ausbildung ist der Weg des Verwundeten vom Gefechtsfeld bis zur Behandlungsebene 2, der ersten notfallchirurgischen Versorgung“, informiert das Landeskommando weiter. Der Truppenübungsplatz Oberlausitz bietet dafür ideale Bedingungen. Auf den 16.800 Hektar des militärischen Areals lassen sich verschiedene Szenarien im Rahmen des Manövers trainieren.

Hier rollen die Bundeswehr-Konvois durch Brandenburg

Die Konvois rollen ab dem 10. November von Berlin Kladow in die Oberlausitz. Betroffen wird also vor allem der Süden Brandenburgs, vor allem die A13 und A15 sein.

Autofahrer sollten sich darauf einstellen, Kolonnen von rund zehn tarnfarbenen Fahrzeugen zu begegnen. Zivilfahrzeuge sollten „möglichst große Abstände zu den Fahrzeuggruppen“ halten. „Zudem sollte aus Sicherheitsgründen nicht zwischen die einzelnen Fahrzeuge der bis zu einem Kilometer langen, relativ langsamen Marschkolonnen gefahren werden.“

Denn für Kolonnen gelten besondere Verkehrsregeln. Sie gelten als ein Fahrzeug und dürfen auch nur als solches überholt werden. Heißt: Das Einscheren zwischen die Wagen des Konvois ist nur erlaubt, um Fahrzeugen auf der Gegenspur auszuweichen.

Auch bei Ampeln und Autobahnauffahrten gelten die einzelnen Transporter des Konvois als ein Fahrzeug. Die hinteren Wagen dürfen also auch noch bei Rot über die Ampel fahren, wenn die vorderen bei Grün losgefahren sind.

Geplant ist die Übung bis zum 20. November. Es ist also auch den kommenden Tagen gegebenenfalls mit Kolonnen auf der Rückreise nach Berlin zu rechnen.