BVG-Streik in Berlin: Mehr Geld für Mitarbeiter – dennoch droht ÖPNV-Stillstand

Nach dem Warnstreik im Februar haben die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) ihr Angebot an die Gewerkschaft Ver.di noch einmal nachgebessert.
Sebastian Christoph Gollnow/dpa- BVG bietet 17,6% mehr Lohn bis 2028; Fahrer erhalten bis zu 19,2%.
- Erste Erhöhung rückwirkend ab 2025: 225 Euro monatlich.
- Ab 2025 jährliche Gehaltssteigerung um 2,5%; Weihnachtsgeld bis 2028 auf 2.300 Euro erhöht.
- Ver.di fordert 750 Euro mehr monatlich bei 12 Monaten Laufzeit.
- Weitere Streiks möglich, nächste Verhandlung am 26. Februar 2025.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Im Tarifstreit zwischen der Gewerkschaft Ver.di und den Berliner Verkehrsbetrieben hat die BVG ihr Angebot noch einmal erhöht und in der dritten Verhandlungsrunde mehr Gehalt geboten. „Die Löhne der meisten Beschäftigten steigen über die gesamte Laufzeit bis Ende 2028 durchschnittlich um 17,6 Prozent. Für Fahrer und Fahrerinnen sogar um bis zu 19,2 Prozent“, heißt es dazu in einer Mitteilung des Verkehrsunternehmens.
Die BVG sichert damit nun allen Mitarbeitenden rückwirkend zum 1. Januar 2025 einen Festbetrag von 225 Euro pro Monat zu. In den Folgejahren soll sich das Monatsgehalt dann jeweils um 2,5 Prozent steigern.
BVG in Berlin – 325 Euro mehr Gehalt pro Monat
„Ergänzend wurde wie gefordert eine Angleichung von Wechselschicht- und Fahrerzulage auf jeweils 200 Euro monatlich angeboten“, erklärt die BVG. Für das Fahrpersonal ergebe sich eine Lohnsteigerung von 325 Euro pro Monat, das sind für 2025 insgesamt 11,2 Prozent.
Neu ist auch eine schrittweise Erhöhung des Weihnachtsgeldes von jährlich 100 Euro auf insgesamt 2.300 Euro pro Mitarbeiter bis Ende 2028.
„Das neue Angebot ist finanziell ein Kraftakt für die BVG“, sagt Jenny Zeller-Grothe, Vorständin Personal und Soziales und Verhandlungsführerin der BVG. Im Gegenzug setze man auf das Entgegenkommen vor allem bei der Laufzeit bis Ende 2028. „Diese gibt uns Planungssicherheit auf dem Weg zur Stabilisierung des Unternehmens.“
Zuvor hatte die BVG unter anderem 15,3 Prozent mehr Geld für die Beschäftigten bei einer Laufzeit von vier Jahren angeboten. Ver.di hatte das Angebot mit der Begründung zurückgewiesen, dass es nicht ausreiche, um die Inflation durch die gestiegenen Lebenshaltungskosten auszugleichen. Die Beschäftigten waren am Montag (10.2.) dieser Woche erneut in einen 24-stündigen Warnstreik getreten. Der Verkehr war am Dienstagmorgen fahrplanmäßig wieder angelaufen.
BVG in Berlin: Gewerkschaft fordert 750 Euro mehr
Die Gewerkschaft Ver.di fordert für die rund 16.000 BVG-Beschäftigten monatlich 750 Euro mehr bei einer Laufzeit von nur zwölf Monaten und eine Fahrdienst- beziehungsweise Wechselschichtzulage in Höhe von 300 Euro sowie eine Schichtzulage von 200 Euro.
„In der Struktur haben wir uns zwar angenähert, aber in der Höhe sind wir noch meilenweit voneinander entfernt“, sagte Ver.di-Verhandlungsführer Jeremy Arndt am Mittwochnachmittag. „Eine Laufzeit von vier Jahren ist mit uns nicht zu machen, auch weil man in der heutigen Zeit nicht mehr so weit planen kann“, stellt der Gewerkschaftsmann erneut klar.
Zu dem neuen Angebot wolle die Gewerkschaft nun bis Freitag (14.2.), 14 Uhr, die Rückmeldung der BVG-Beschäftigten einholen. Direkt danach werde die Tarifkommission laut Arndt über weitere Schritte – sprich weitere Streiks – beraten.
Der nächste Verhandlungstermin ist für den 26. Februar 2025 vereinbart.


