Corona in Berlin
: Berliner Senat mahnt keine Schlupflöcher zur Polen-Fahrt zu nutzen

Berliner dürfen ohne anschließende Quarantäne zum Kurztrip und Einkaufen nach Polen einreisen. Der Senat aber will nicht, dass diese Verordnung ausgenutzt wird.
Von
dpa
Berlin
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Berliner kommen wegen eines Schlupflochs der Berliner Corona-Verordnung noch über den Grenzübergang von Frankfurt (Oder) ins polnische Slubice. (Symbolbild)

Patrick Pleul/dpa

Der Berliner Senat hat die Menschen indirekt ermahnt, bei der Einreise nach Polen nicht die aktuelle Corona-Verordnung auszunutzen. Aus der Berliner Infektionsschutzverordnung gehe klar hervor, dass man die Wohnung nur „aus triftigem Grund“ verlassen dürfe, stellte eine Senatssprecherin am Donnerstagabend klar. „Ein Böllerkauf in Polen gehört nicht dazu.“ Ob das Thema noch mal im Senat besprochen werde, sei offen.

Für Böllerkauf nach Polen

Der Hintergrund: Berliner dürfen ohne anschließende Quarantäne zum Kurztrip und Einkaufen nach Polen einreisen - für Brandenburger gilt dies nicht. Diese Lage hat zu einer Debatte in beiden Ländern geführt. Es gab Berichte, wonach die Leute zum Böllerkauf oder zu anderen Einkäufen nach Polen fahren.

Der Brandenburger Innenminister, Michael Stübgen (CDU), kritisierte die Berliner Verordnung. Durch die Berliner Regelung würde die Lage „verkompliziert“, sagte Stübgen am Donnerstag laut RBB. Die Brandenburger Landesverordnung sieht demnach nach Polen-Aufenthalten bis 24 Stunden eine Quarantäne für Heimkehrer vor.

Polenmarkt in Hohenwutzen wirbt Berliner an

Der „Polenmarkt“ an der deutsch-polnischen Grenze bei Hohenwutzen wirbt auf seiner Homepage damit, dass es keine Einschränkungen für Besucher aus Berlin gebe. Der Markt habe geöffnet, auch die Friseure. Der „Tagesspiegel“ hatte über die Einkäufe in Polen berichtet.

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