Die Zahl der neuen Ansteckungen mit dem Coronavirus innerhalb eines Tages bleibt weiter auf einem höheren Niveau als in den vergangenen Wochen. Die Gesundheitsämter meldeten am Freitag 105 neue Fälle innerhalb eines Tages. Am Donnerstag waren es 172 Neuinfektionen und damit der höchste Stand an Fällen binnen 24 Stunden seit dem 28. Mai. Die Sieben-Tage-Inzidenz - die Ansteckungen innerhalb einer Woche je 100.000 Einwohner - nahm mit 25,6 weiter zu. Am Donnerstag betrug die landesweite Inzidenz 24,8. Brandenburg liegt mit diesem Wert unter dem bundesweiten Durchschnitt von aktuell 70,3.

Meiste Corona-Neuinfektionen im Havelland

Die meisten Ansteckungen innerhalb von sieben Tagen je 100.000 Einwohner verzeichnete mit 52,2 der Landkreis Havelland, gefolgt von Cottbus (40,5), wie das Gesundheitsministerium weiter mitteilte. In Kreisen und kreisfreien Städten mit einem Wert über 35 ist die Besucherzahl für Volksfeste und Jahrmärkte auf 5000 begrenzt.
Grundsätzlich gilt für Brandenburger Kreise und kreisfreie Städte, in denen der Wert neuer Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche fünf Tage in Folge über 20 liegt, dass Gaststätten drinnen, Hotels und Reisebusse nur aufgesucht werden können, wenn jemand geimpft, genesen oder getestet ist. Das war außer in Frankfurt (Oder) (5,3), Spree-Neiße (10,6), der Uckermark (11,0),
Oberspreewald-Lausitz (12,9), Märkisch-Oderland (13,7) und der Prignitz (14,5) in allen anderen Landkreisen der Fall.

Noch gilt die Sieben-Tage-Inzidenz

Der bisherige Wert von 50 bei der Sieben-Tage-Inzidenz, der noch im Infektionsschutzgesetz als Schwelle für schärfere Maßnahmen genannt ist, soll nach Plänen der Bundesregierung gestrichen werden. Künftig soll die Zahl der Krankenhausaufnahmen entscheidend sein. Welche Schwellen hierfür gelten sollen, ist aber noch offen. Noch gilt die Sieben-Tage-Inzidenz als wichtiger Wert für die Beurteilung der Lage.
26 Menschen werden laut Gesundheitsministerium wegen einer Covid-19-Erkrankung im Krankenhaus behandelt, 5 von ihnen werden intensivmedizinisch betreut; hiervon müssen 4 beatmet werden. Die Zahl der Infizierten und Erkrankten habe sich gegenüber dem Vortag nicht verändert und liege bei geschätzt rund 1400. Nach Daten der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin sind von 598 Intensivbetten 499 belegt. 364 Betten können innerhalb einer Woche zusätzlich bereitgestellt werden.
58,9 Prozent der Bevölkerung haben mit Stand Donnerstag eine erste Impfung erhalten, 54,8 Prozent sind vollständig geimpft.
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