Die Bestatter-Innung Berlin-Brandenburg und der Bundesverband Deutscher Bestatter haben gefordert, dass Bestatter sowie Friedhofs- und Krematorienpersonal bei den Corona-Impfungen bevorzugt berücksichtig werden sollen. Schließlich seien sie für die Aufrechterhaltung der gesellschaftlichen Ordnung unverzichtbar, sagte der Sprecher der Bestatter-Innung Berlin-Brandenburg, Fabian Lenzen.

Mehr Tote müssen eingeäschert werden als sonst

Die steigenden Zahlen an Toten in Zusammenhang mit einer Corona-Erkrankung machen sich auch in den Krematorien und auf den Friedhöfen in Berlin und Brandenburg bemerkbar. Angespannt ist die Situation dort aber noch nicht. In dem Krematorium in Potsdam würden rund 140 Särge mit Leichen stehen, die eingeäschert werden müssen. „Das ist mehr als in normalen Spitzenzeiten“, sagte der Leiter der Kommunalen Friedhöfe Potsdam, Gunther Butzmann. Allerdings gebe es ausreichend Kühlkapazitäten in den Krematorien. 

Rückstau in Krematorien über die Feiertage

In den Krematorien in Berlin sei ein erhöhtes Arbeitsaufkommen deutlich spürbar, sagte Fabian Lenzen. Man könne den Anforderungen aber uneingeschränkt gerecht werden. In beiden Bundesländern sei über die Feiertage zum Teil ein Rückstau entstanden, weil durch die geschlossenen Standesämter nicht die notwendigen Papiere ausgestellt werden konnten.
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