Sie umfassen Maßnahmen im Schulbetrieb, beim Besuchsrecht in Pflegeheimen und bei Bestattungen. Zudem soll ein Alkoholverbot in der Öffentlichkeit gelten, wie der Landkreis am Donnerstag mitteilte.
Die schärferen Auflagen sollen am Freitag in einer Allgemeinverfügung veröffentlicht werden und zum kommenden Montag in Kraft treten.
Binnen 24 Stunden wurden nach Angaben des Landkreises 76 neue Ansteckungen registriert. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen stieg auf einen Wert von 331,9 - nach 317,3 am Vortag.

Wechselunterricht und Lerngruppen für Schüler an weiterführenden Schulen

Vom kommenden Montag an soll an Grundschulen in den Gebäuden das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung gelten, nicht allerdings im Außenbereich. Schüler an weiterführenden Schulen sollen in kleinere Lerngruppen aufgeteilt werden und Wechselunterricht erhalten. Der Sportunterricht ist per Allgemeinverfügung untersagt. In stationären Pflegeeinrichtungen ist höchstens ein Besucher je Patient oder Bewohner täglich für maximal eine Stunde zulässig. Bestattungen dürfen nur im engsten Familienkreis stattfinden; unter freiem Himmel sind nur 25 Menschen erlaubt. Zudem gilt ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen.
Landrat Siegurd Heinze (parteilos) bezeichnete die Lage in der Gesundheitsversorgung als „äußerst angespannt“. „Unser Krankenhaus kommt trotz Aufstockung der Intensivbetten an seine Kapazitätsgrenze. Wir müssen handeln, sonst kollabiert das Gesundheitswesen und damit gegebenenfalls das öffentliche Leben.“ Heinze appellierte an die Bevölkerung, sich an die Bestimmungen der Allgemeinverfügung sowie an die Hygiene- und Abstandsregeln zu halten.
Mehr zu Corona und den Folgen in Brandenburg und Berlin gibt es auf unserer Themenseite.