Mit Luckenwalde (Teltow-Fläming) ist am Dienstag das zehnte Brandenburger Impfzentrum an den Start gegangen. Die Impfungen nehmen Vertragsärzte der Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg (KVBB) vor.
Nach Angaben des Landkreises könnten ab sofort theoretisch täglich etwa 600 Menschen geimpft werden. Aufgrund des aktuellen Impfstoffmangels könne der Betrieb aber nur stark vermindert mit rund 70 Impfungen pro Tag beginnen, schränkte KVBB-Vorstandschef Peter Noack bei der Eröffnung ein.

Start des Impfzentrums in Luckenwalde wichtiger Schritt

Dennoch sei der Start des Zentrums ein wichtiger Schritt, weil es darum gehe, flächendeckende Impfungen im Land zu erreichen. Bei ausreichend Impfstoff könne die Kapazität schnell hochgefahren werden. Die KVBB errichtet im Auftrag des Landes die ersten elf Impfzentren in Brandenburg. Das elfte Impfzentrum wird an diesem Mittwoch (3. Februar) in Kyritz (Ostprignitz-Ruppin) eröffnet. Zusätzlich sind bis Ende Februar weitere Impfzentren oder Impfstationen in jedem Landkreis beziehungsweise jeder kreisfreien Stadt vorgesehen.
Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) erklärte zum Start in Luckenwalde, es würden gut eingespielte Abläufe und Strukturen gebraucht. „Sobald mehr Impfstoffe zur Verfügung stehen, sind wir so in der Lage, schnell und sicher viele Menschen entsprechend der Impfempfehlungen des Bundes zu impfen.“

Moderna-Impfstoff in Brandenburg/Havel, Eberswalde, Prenzlau, Luckenwalde und Kyritz

Die Impfzentren Brandenburg an der Havel, Eberswalde (Barnim), Prenzlau (Uckermark), Luckenwalde und Kyritz erhalten den Moderna-Impfstoff. Brandenburg hat bisher 4800 Impfdosen des US-Herstellers bekommen. Bis zum 13. Februar sollen dem Land laut Ministerium weitere 6000 Moderna-Impfdosen geliefert werden.
Seit Ende Dezember sind in Brandenburg nach Angaben des Gesundheitsministeriums mehr als 75.500 Menschen geimpft worden. Rund 14.500 Menschen haben die zweite Impfung erhalten.
Mehr zu Corona und den Folgen in Brandenburg und Berlin gibt es auf unserer Themenseite.