Der Brandenburgische Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) geht davon aus, dass mit einer neuerlichen Verschärfung der Corona-Beschränkungen ein Drittel der Betriebe im Land vor dem Aus steht.
Verbandspräsident Olaf Schöpe kritisierte Überlegungen der Bundesregierung, wegen der steigenden Infektionszahlen Gaststätten und Restaurants wieder komplett schließen zu wollen. Sollte das passieren, würde der Verband schauen, welche Rechtsmittel er einlegen könne, sagte Schöpe der Deutschen Presse-Agentur. Es gehe um etwa 2000 Betriebe, die vor dem Aus stünden.

Lockdown der falsche Ansatz

„Wir sind keine Pandemietreiber, sollen aber wieder die Konsequenzen tragen“, kritisierte er. Das sei der absolut falsche Ansatz, in dem man die Menschen wieder komplett in die Privatsphäre verlege, wo nichts kontrollierbar sei, so der Dehoga-Präsident. In den Restaurants hätten die Hygienebestimmungen nachweislich gegriffen.
Wegen der angespannten Corona-Lage beraten Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder bereits am Mittwoch in einer Videokonferenz über das weitere Vorgehen.
Vor den Beratungen zeichnet sich eine Verschärfung der Kontaktbeschränkungen ab. In der Politik wurde auch über Schließungen von Kneipen und Restaurants diskutiert.
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