Angesichts steigender Zahlen von Neuinfektionen mit dem Coronavirus treten an diesem Sonntag (11. Oktober) in Brandenburg wieder schärfere Regeln zur Eindämmung der Pandemie in Kraft.
Allerdings gelten diese in Landkreisen und kreisfreien Städten nur, wenn dort 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen festgestellt wurden. Als erste Kommune setzte der Landkreis Oder-Spree die neuen Regeln in Kraft, nachdem dort am Samstag ein Wert von 39,1 festgestellt worden war. „Damit gelten nach der neuen Umgangsverordnung des Landes Brandenburg, die am Sonntag in Kraft tritt, ab dem 11. Oktober zusätzliche Restriktionen im gesamten Landkreis Oder-Spree“, teilte der Landkreis mit.
Nun gilt dort eine Maskenpflicht auch in Bürogebäuden, Gaststätten und Aufzügen. Nur noch 50 Menschen dürfen an Feiern in öffentlichen oder angemieteten Räumen teilnehmen. Bei feiern zuhause in der Wohnung oder im Garten liegt die Obergrenze bei 25 Teilnehmern.
Auch die kreisfreie Stadt Cottbus näherte sich am Samstag mit dem Wert 30,1 der kritischen Marke. In ganz Brandenburg war innerhalb eines Tages mit 97 Neuinfektionen wieder eine Steigerung festgestellt worden. Tags zuvor waren es landesweit 90 Neuinfektionen und am Donnerstag 55. Für das ganze Land stieg die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen um 2,1 auf 15,3.

Beherbergungsverbot für Touristen aus Corona-Hotspots

Bereits seit Freitag gilt in Brandenburg ein Beherbergungsverbot für Touristen aus Berlin und anderen Corona-Hotspots in Deutschland, weil dort die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen über 50 gestiegen war. Tabu sind Übernachtungen in Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen oder auf Campingplätzen in Brandenburg auch für Gäste aus Frankfurt am Main, Offenbach, Bremen, Hamm, Herne, Remscheid, Rosenheim sowie den Landkreisen Cloppenburg , Vechta und Wesermarsch in Niedersachsen und dem Kreis Esslingen in Baden-Württemberg.

Pendler von Corona-Regeln nicht betroffen

Nicht betroffen sind Berufspendler, Tagesausflügler und Besucher. Auch wer zwingend notwendig verreist, etwa beruflich, darf übernachten - Voraussetzung ist ein negativer ärztlich attestierter Corona-Test, der höchstens 48 Stunden vor Anreise gemacht wurde.