Brandenburg weitet die Corona-lmpfungen auf über 80-Jährige aus. Sie können sich ab Dienstag (10.00 Uhr) in den ersten beiden Impfzentren in Potsdam und Cottbus piksen lassen, um sich vor dem Virus zu schützen.
Zum Impfen sollen Ausweis und Impfpass mitgebracht werden, kündigte die Kassenärztliche Vereinigung an. In der Potsdamer Metropolishalle und in der Cottbus Messe ist geplant, mit drei Arztteams zu beginnen. Vorgesehen sind zunächst Impfungen von 200 Patienten am Tag.

Hotline war am Montag überlastet

Bis Anfang Februar sollen elf Impfzentren im Land errichtet werden. Wer über 80 Jahre alt ist und sich in Potsdam, Cottbus oder Schönefeld impfen lassen will, wo das Zentrum nächsten Montag startet, muss zwei Termine über die Rufnummer 116 117 vereinbaren. 
Die Hotline war am Montag zunächst überlastet. Offen ist bisher, wie die Senioren zum Impfzentrum kommen, die noch zuhause wohnen, aber nicht mobil sind.

Impfungen in Pflegeheimen

Parallel laufen bereits Impfungen für Bewohner und Personal in Pflegeheimen sowie für medizinisches Personal.

Nonnemacher bittet um Geduld

Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) hat angesichts eines schleppenden Starts der Corona-Impfungen und Chaos bei der Termin-Hotline um Geduld gebeten. „Es ist ein Marathonlauf über viele Wochen und Monate“, sagte Nonnemacher am Dienstag anlässlich des Starts des Impfzentrums in Potsdam. Viele hätten einen Terminwunsch, die noch nicht an der Reihe seien. Es sei wichtig, dass erstmal nur die über 80-Jährigen drankämen und Termine über die Hotline buchten.
Auf die Kritik, mit den Impfungen gehe es zu langsam voran, entgegnete die Ministerin, man brauche anerkennende Worte und kein Gemecker. In Pflegeheimen brauche es zum Beispiel Zeit, um notwendige Einwilligungen für Impfungen einzuholen. Ab der zweiten Jahreshälfte könne der Impfstoff in Hausarztpraxen sein.