Durchsuchung in Brandenburg
: Mutmaßliches Schleusernetzwerk zerschlagen – fünf Festnahmen

Bei einem Einsatz gegen ein international agierendes Schleusernetzwerk sind den Ermittlern fünf Verdächtige ins Netz gegangen. Eine Durchsuchung fand auch in Brandenburg statt.
Von
dpa
Essen
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Beamte der Bundespolizei führen bei einer großangelegten Razzia gegen eine Bande von mutmaßlichen Menschenschleusern einen festgenommenen Mann ab (Symbolbild). Bei einem Einsatz gegen ein international tätiges Schleusernetzwerk hat die Bundespolizei fünf Personen verhaftet. Eine Durchsuchung gab es auch in Brandenburg.

Paul Zinken/dpa

Bei einem Einsatz gegen ein international tätiges Schleusernetzwerk hat die Bundespolizei in Essen einen Mann verhaftet. Der 38-jährige Syrer wurde am frühen Mittwochmorgen festgenommen, wie ein Sprecher der Bundespolizei in Potsdam sagte. Weitere Durchsuchungen gab es im brandenburgischen Nauen, in Regensburg in Bayern sowie in der rumänischen Stadt Temeswar. Dort wurden nach Angaben der Behörde vier weitere Tatverdächtige festgenommen. Bereits in der vergangenen Woche sei außerdem eine Person in Bulgarien verhaftet worden.

Die Beschuldigten stehen im Verdacht, unter menschenunwürdigen Bedingungen türkische und syrische Staatsangehörige von der Türkei aus nach Rumänien und Deutschland geschleust zu haben. Mehr als 300 Menschen seien nach Rumänien gebracht worden, mindestens 560 Personen nach Deutschland. Auf der Etappe von Rumänien nach Deutschland seien Lastwagen genutzt worden, auf denen die Menschen mehrere Tage versteckt zwischen der Ladung hätten ausharren müssen.

Bei den Einsätzen am Mittwoch seien auch hochwertige Autos, Handys, Bargeld und weitere Beweismittel sichergestellt worden, teilte die Bundespolizei mit. Insgesamt seien in Deutschland und Rumänien 197 Einsatzkräfte beteiligt gewesen.

Schon im Juli 2022 hatte die serbische Polizei im Rahmen eigener Ermittlungen einen mutmaßlichen Schleuser festgenommen. Im Dezember wurde eine internationale Ermittlungsgruppe mit deutscher, serbischer und rumänischer Beteiligung gebildet. In dem Fall arbeitet die Bundespolizei außerdem mit der Polizei in Österreich sowie mit Europol zusammen.