Eichenprozessionsspinner in Brandenburg: Bekämpfung der Raupen-Plage schleppt sich


Im unteren Spreewald wurden wegen den Raupen des Eichenprozessionsspinners Wasserwege gesperrt, weil die Sicherung der Wege wegen der massenhaften Verbreitung der Raupe nicht mehr bewerkstelligt werden konnte. (Archivbild)
Patrick Pleul/dpaIn Schlepzig wird es offensichtlich: Es schleppt sich mit der Bekämpfung der Plage. Dass sich der Eichenprozessionsspinner in Brandenburg ausbreitet, ist nicht erst seit dem massenhaften Auftreten der haarigen Raupe in diesem Sommer klar.
In einer Informationsbroschüre von 2017 weist das Landwirtschaftsministerium selbst darauf hin, dass sich die Raupe seit 2002 in Brandenburg stark ausbreitet. Auch gibt es bereits seit Jahrzehnten Daten, welche das Landeskompetenzzentrum Forst in Eberswalde und das Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung gesammelt haben, wo das haarige Tierchen vorkommt und in welcher Intensität.
Hanka Mittelstädt kündigt an, die diesjährigen Daten zum Befall in Brandenburg dazu nutzen zu wollen, um im nächsten Frühjahr mit chemischer Bekämpfung einer massenhaften Ausbreitung zuvorzukommen. Das ist gut.
Unklar, wer Maßnahmen bezahlen soll
Die Frage bleibt aber, warum sie die vorhandenen Daten nicht schon in diesem Frühjahr genutzt hat.
Und noch eine Frage drängt sich auf: Während im Unterspreewald jetzt erstmal die Tourismusbranche klagt, dass die Sperre ihnen das Geschäft verhagelt, ächzen Kommunen wie Nuthe-Urstromtal schon jetzt unter den Kosten. Wer die Maßnahmen 2027 zahlen wird, bleibt momentan offen.
