Entspannung in Brandenburg: Das sind die vier beliebtesten Wohlfühlorte der MOZ-Leser

Gemütlich mit seiner Katze auf dem Sofa kuscheln – welche positiven Aspekte kann das auf das Wohlbefinden haben?
Jenny SachseWir haben die Brandenburgerinnen und Brandenburger nach ihren Wohlfühlorten gefragt. Genau 168 Leser haben uns ihre ganz persönlichen Refugien des Glücks verraten. Die vier beliebtesten Orte, an denen die Zeit stillzustehen scheint und der Alltagsstress in weite Ferne rückt, stellen wir hier vor. Was aber sind die am häufigsten genannten Wohlfühlorte – und welche Vorteile und Auswirkungen kann ein Besuch haben?
Selbst der tägliche Weg zur Arbeit mit der Bahn kann zum buchstäblichen Genuss werden, wenn man es richtig angeht. So sieht es zumindest unser Leser Yakup. „Der tägliche Kaffee mit selbst belegten Brötchen im Zugbei Sonnenaufgang, mit einem guten Buch“, das sei es, was er morgens brauche, um an seinem mobilen Wohlfühlort motiviert in den Tag zu starten. Das Koffein des beliebten Wachmachers wirkt nicht nur belebend, steigert die Konzentrationsfähigkeit und Aufmerksamkeit, sondern hat auch antioxidative Eigenschaften. Diese können helfen, Schäden durch freie Radikale in den Zellen des menschlichen Körpers zu verhindern. So gibt es zumindest eine Studie der European Society of Cardiology aus dem Jahr 2021 an. Hierbei wird aber auf einen moderaten Kaffeegenuss hingewiesen. Von zu vielen Tassen des braunen Getränks seien demnach abzuraten.
Wohlfühlort in Brandenburg: Der Balkon
Viele Menschen zieht es auch in die Natur oder in deren Nähe. So ist der Balkon einer der Orte, den uns viele Leser als ihren Wohlfühlort nahelegten. „Ob es sich um einen Blick auf die Stadt, das Meer, die Berge oder einfach nur auf den eigenen Garten handelt, die Aussicht kann faszinierend sein“, beschreibt Anne-Christina, wenn sie den Blick über ihre kleine Oase schweifen lässt, um Ruhe und frische Luft zu tanken.
Das ist keine schlechte Idee, wenn man bedenkt, dass der durch das bewusste Durchatmen aufgenommene Sauerstoff nicht nur die körperliche Energieversorgung, sondern auch die allgemeine Gesundheit stärkt. Noch besser ist dies, wenn man es mit einigen Minuten Bewegung im Grünen verbindet. Immerhin zeigen Forschungsergebnisse, die 2019 in der Fachzeitschrift Scientific Reports veröffentlicht wurden, dass bereits wenige Minuten täglicher Bewegung in einer grünen Umgebung die geistige und körperliche Gesundheit verbessern können.
Wie gut Hunde und Katzen für die Seele sind
Oft gehen diese Orte der Ruhe mit einem bestimmten Moment einher, der diesen Platz erst zu jenem besonderen Ort macht, den wir brauchen, um uns richtig wohlzufühlen. „Frühmorgens auf unserem großen Sofa bei offenem Fenster mit der Mau kuscheln und die Ruhe genießen„, ist das Schönste, was unsere Leserin Jenny damit verbindet und diesen Moment gerne mit ihrem kleinen Vierbeiner teilt.
Haustiere bieten Gesellschaft und emotionalen Beistand, was Stress und Angstzustände reduzieren kann. Vor allem bei Hunden, ist die körperliche Aktivität, die man beim Spielen und Spazierengehen mit seinem vierbeinigen Freund unternimmt, nicht zu unterschätzen. Vor allem sind es die positiven psychischen Einflüsse, die ein Haustier haben kann. Sie verhindern das Gefühl der Einsamkeit und Isolation, fördern durch Routinen Stabilität und Ausgeglichenheit und schaffen einen strukturierten Alltag. Zudem können sie dazu beitragen, dem kognitiven Verfall vorzubeugen. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler der amerikanischen University of Florida, der University of Michigan und der Virginia Commonwealth University in einer Studie aus dem Jahr 2022.
Der Wald als Quelle der Energie
Warum brauchen wir diese Orte überhaupt und aus welchem Grund suchen wir sie so regelmäßig auf? Wahrscheinlich ist es die Tatsache, dass sie uns Energie, Erfüllung und Geborgenheit schenken. Immerhin bezogen sich die meisten Antworten unserer Leser auf ihre Liebe zu weiten Wäldern und Wiesen. So sieht es auch Simone. „Der Wald gibt mir gerade sehr viel Kraft. Die bunten Farben entspannen und machen den Kopf frei, sogar bei Regen“, schreibt sie uns, während sie an die malerischen Landschaften in der Region denkt.
Und auch Willi aus Rüdnitz sieht seinen „Zweitwohnsitz im Wald“, und genießt die vielen belebenden Momente, in denen er der Natur persönlich nahekommen kann. „Eichelhäher mit Du anreden, stundenlange Ruhe, die man als Stadtmensch nicht gewohnt ist.“ Mit diesen Worten beschreibt er seine Gefühle, wenn er an das dichte Unterholz einer großen Waldlandschaft denkt.
Dieses intensive Erleben der Natur lässt sich auch als sogenanntes Waldbaden bezeichnen, bei welchem man bewusst der Ruhe der Natur begegnet, was dabei helfen kann, Stress zu verringern und das allgemeine Wohlbefinden zu verbessern. Das kann auch zu hohem Blutdruck entgegenwirken. Eine vor einigen Jahren veröffentlichte japanische Studie, an der ein Wissenschaftler des Center for Environment, Health and Field Sciences der Universität Chiba in Japan beteiligt war, legt nahe, dass ein regelmäßiger Aufenthalt im Wald oder in der Natur die allgemeine Gesundheit verbessern kann.

Die Natur hält viele Überraschungen bereit – wie kann sich der Wald auf Körper und Geist auswirken?
Simone H.Wohlfühlorte – mehr als nur Entspannung
Es sind diese stillen Winkel der Welt, die uns innehalten lassen, die als Kraftquellen genau das geben, was wir in der Hektik des Alltags brauchen und die helfen, uns wieder zu fokussieren. Es sind Orte oder auch nur kurze Augenblicke, in denen wir uns selbst gegenüberstehen können und mit jedem Atemzug unsere inneren Batterien wieder aufladen. Wir suchen diese Orte nicht aus Notwendigkeit auf, sondern aus einem Luxus heraus, den sich jeder leisten kann, wenn er nur kurz die Gedanken schweifen lässt.



