Fahrplanwechsel 2025/2026
: Veränderte Bahn-Verbindungen für Berlin im Überblick

Bahn in Berlin: Neue Sprinter, kürzere Takte, eine neue Direktverbindung – mit dem Fahrplanwechsel gibt es Verbesserungen im Fernverkehr von und nach Berlin. Einige Verbindungen fallen weg.
Von
Maria Neuendorff
Berlin
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Bahn - Fernverkehr: 26.09.2025, Berlin: Am Berliner Hauptbahnhof gehen Fahrgäste, manche mit Koffern, neben einem ICE nach Hamburg. Foto: Annette Riedl/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Am Hauptbahnhof in Berlin steht ein ICE nach Hamburg. Künftig werden alle zwei Stunden Züge ausschließlich zwischen Hamburg und Berlin verkehren.

Annette Riedl/dpa
  • Neue ICE-Strecke Berlin–München: Stündlich, 4 Std. Fahrzeit, 3 Verbindungen mehr pro Tag.
  • Berlin–Hamburg: Alle 2 Std. neue Linie, ab Juli 4 Züge pro 2 Std. nach Generalsanierung.
  • Mehr ICE-Verbindungen nach Stralsund, Rügen und neue Ziele wie Mannheim und Saarbrücken.
  • Neuer Sprinter Berlin–Stuttgart: 4:45 Std., 1 Std. schneller, Berlin–Köln Sprinter entfallen.
  • Mehr Direktzüge Berlin–Polen, 2-mal täglich Berlin–Kopenhagen ab Mai 2026.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Deutsche Bahn hat Details zum Fahrplanwechsel 2025/2026 veröffentlicht. Ab sofort können die Tickets für die Zeit nach dem Fahrplanwechsel am 14. Dezember gebucht werden. Für Bahnreisende ab Berlin ergeben sich einige bessere Anbindungen in die Alpen, zur Ostsee, aber auch ins Ausland. Andere Züge fallen weg. Hier eine Übersicht der wichtigsten Änderungen:

Schnelle Züge von Berlin nach München

Gut für Reisende, die in den Winterferien mit der Bahn in die Alpen zum Skifahren wollen: Zwischen Berlin und München gibt es ab 14. Dezember 2025 stündlich eine schnelle ICE-Verbindung mit knapp vier Stunden Fahrzeit.

Die Züge enden beziehungsweise starten in Berlin statt bisher in Hamburg und halten alle nur in Erfurt, Halle und Nürnberg - alle zwei Stunden auch in Ingolstadt.

Fahrgäste zwischen Berlin und München könnten damit täglich insgesamt 16 schnelle Verbindungen je Richtung und somit drei mehr als bislang nutzen, heißt es von der Deutschen Bahn.

Zwischen Berlin, Halle und Erfurt entstünde zusammen mit zwei weiteren schnellen Linien zudem ein Halbstundentakt ohne weitere Zwischenhalte. Allerdings entfallen die drei bisherigen Sprinter Berlin–München mit nur einem Halt in Nürnberg.

Bahn-Fahrplan – Berlin–Hamburg mit neuer kurzer Linie

Ganz neu werden künftig alle zwei Stunden Züge ausschließlich zwischen Hamburg und Berlin verkehren. Diese neue Linie soll aufgrund des kürzeren Laufwegs weniger verspätungsanfällig sein und bedient auch Wittenberge beziehungsweise Ludwigslust.

Nach Abschluss der Bauarbeiten rund um die Generalsanierung Hamburg–Berlin und weiteren umfangreichen Baumaßnahmen im Großraum Hamburg fahren ab dem 11. Juli dann wieder vier Züge in zwei Stunden zwischen Hamburg und Berlin nahezu im Halbstundentakt.

Mehr Züge nach Stralsund und Rügen

Fünfmal pro Tag und Richtung – und damit einmal mehr als bislang – verkehren ICE-Züge zwischen Stralsund über Eberswalde nach Berlin und weiter mit Halt nur in Halle und Erfurt nach Frankfurt (Main). Bis zu viermal täglich starten beziehungsweise enden diese täglichen ICE in Binz auf Rügen.

Dabei fährt je ein Zug pro Tag und Richtung neu von Binz bis nach Mannheim, Kaiserslautern und Saarbrücken bzw. Darmstadt. Am Wochenende verkehren zusätzliche ICE zwischen Binz, Stralsund, der Uckermark und Berlin, mit Abfahrt in Berlin um 6.58 Uhr und Binz um 17.15 Uhr.

Mehr Sitzplätze für Züge nach Rostock und Dresden

Die Züge der zweistündlichen Intercity-Verbindung Rostock–Berlin–Dresden (–Chemnitz) mit Halt unter anderem in Waren, Neustrelitz, Oranienburg, Flughafen Berlin/Brandenburg (BER) und Elsterwerda verkehren ab dem Fahrplanwechsel mit anderen Intercity 2-Doppelstockzügen. Sie bieten je Fahrt rund 170 Sitzplätze mehr als die bisher eingesetzten Fahrzeuge.

Der bisherige Halt der Intercity-Züge in Doberlug-Kirchhain muss künftig entfallen, weil die Bahnsteighöhe für die neuen Fahrzeuge nicht ausreicht.
 
Entfallen muss auf der Verbindung Rostock–Berlin–Dresden (–Chemnitz) ganzjährig die Durchbindung nach/von Warnemünde. Zudem entfällt je ein Zug für Rostock, Waren, Neustrelitz und Oranienburg am Tagesrand.

Eine Stunde schneller nach Stuttgart 

Zusätzlich zum verbesserten Takt wird ein ganz neuer Sprinter Berlin–Stuttgart eingeführt, der nur in Nürnberg hält. Die neue Verbindung ist laut Bahn mit einer Rekordfahrzeit von 4,45 Stunden rund 60 Minuten schneller als die bisherigen Direktverbindungen zwischen Berlin und Stuttgart.

Gleichzeitig müssen die drei täglichen Sprinter Berlin–Köln–Bonn im kommenden Jahr wegen zahlreicher Baustellen entlang der Strecke spätestens ab 7. Februar 2026 entfallen. Zahlreiche ähnlich schnelle Verbindungen auf der Ost-West-Achse bieten Reisenden gute Alternativen.

Mehr und neue Fernverkehrsangebote nach Polen

Zwischen Berlin und Warschau verkehrt künftig eine weitere – dann siebte – tägliche Direktverbindung, sodass alle zwei Stunden ein Eurocity in rund fünf Stunden die beiden Hauptstädte verbindet.

Von Berlin direkt nach Kopenhagen

Zusätzlich verkehren je Richtung zwei Eurocity-Verbindungen über Nacht, einmal zwischen Berlin, Warschau und Chelm an der ukrainischen Grenze und einmal zwischen Berlin, Krakau und Przemysl.
Sollte die Generalsanierung Hamburg–Berlin pünktlich abgeschlossen sein, gibt es ab 1. Mai 2026 zweimal täglich eine Direktverbindung zwischen Berlin und Kopenhagen. Die Fahrzeit beträgt rund sieben Stunden.

Berlin–Dresden–Prag (–Wien) rund zehn Minuten schneller

Nach Abschluss der Bauarbeiten auf der Anhalter Bahn sind die zweistündlichen tschechischen ComfortJet-Züge zwischen (Hamburg–) Berlin, Dresden und Prag künftig rund zehn Minuten schneller unterwegs.

Ab 11. Juli 2026 ermöglicht der späte ICE ab Dresden (20.53 Uhr) täglich die Rückfahrt nach Berlin, statt bislang nur freitags und sonntags. Ein ICE, der bislang freitags und sonntags 21.17 Uhr von Berlin nach Dresden verkehrt, muss hingegen entfallen.

Berlin–Nürnberg–Passau–Wien nur bis 6. Februar

Nach Wien über Dresden und Prag fährt ein neuer täglicher Direktzug um 15.28 Uhr ab Berlin. Wegen der Generalsanierung der Strecke Nürnberg–Regensburg–Passau müssen die zwei täglichen Direktverbindungen (Hamburg–)Berlin–Nürnberg–Passau–Wien ab 7. Februar im Abschnitt Nürnberg–Wien entfallen. Stattdessen verkehrt ein tägliches Zugpaar Berlin–Innsbruck unter anderem über Augsburg.

Schneller über Halle und Erfurt nach Paris

Der im Dezember 2024 eingeführte tägliche Direktzug Berlin–Paris wird durch veränderte Abfahrtzeiten und einen neuen Laufweg attraktiver. Künftig wird er auch in Halle, Erfurt, Frankfurt Hauptbahnhof und Mannheim halten und 15 bis 20 Minuten schneller zwischen den beiden Hauptstädten unterwegs sein.

Jetzt schon buchen

Die neuen Verbindungen sind in der Fahrplanauskunft auf bahn.de und im DB Navigator abrufbar. Sie können bis zu zwölf Monate im Voraus gebucht werden.

Nationale Angebote wie der Super Sparpreis, der Sparpreis und der Flexpreis können zum Beispiel bereits für Weihnachten, Ostern und Pfingsten, Schulferien und andere planbare Ereignisse gebucht werden. Tickets ins Ausland sind bis zu sechs Monate vor Reisebeginn erhältlich.

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