Ferien 2024 in Brandenburg: Ostern auf dem Rad – das sind die zehn schönsten Radwege

Ferien, Frühling und Sonne in Brandenburg: viele holen zu Ostern ihre Fahrräder wieder aus den Kellern. Welche Radwege sind im Land beliebt?
Hendrik Schmidt/dpaSonne, Ferien und Ostern in Brandenburg – die perfekte Kombination, um mit der Familie oder Freunden eine spontane Fahrradtour zu machen. Die Auswahl an schönen Fahrradtouren zwischen Havel, Spree und Oder ist groß – zudem lädt eine Vielzahl an Seen für einen Ausflug mit dem Rad ein. Wie soll man sich da entscheiden?
Hilfestellung bietet das Reiseland Brandenburg und der Routenplaner und die Navigations-App Komoot. Dort gibt es die bestbewerteten Touren – inklusive Sehenswürdigkeiten und anderen Attraktionen.
Radweg Nummer eins startet in Werder (Havel)
Die erste Tour im Ranking von Komoot startet in Werder (Havel) und verläuft entlang des Schwielowsees mit Abstecher in die russische Kolonie Alexandrowka in Potsdam. Diese Kolonie wurde auf Wunsch von Friedrich Wilhelm III. angelegt und steht für seinen verstorbenen Freund Zar Alexander I.
Im Haus Nummer 1 befindet sich ein russisches Restaurant mit deftigen Speisen und Getränken, im Haus Nummer zwei gibt es ein kleines Museum – perfekt für eine Verschnaufpause oder den Hunger zwischendurch. Weitere Highlights sind der japanische Bonsaigarten in Ferch und das Schloss Petzow. Die Strecke ist knapp 45 Kilometer lang und führt überwiegend über befestigte Wege. Ein wenig Ausdauer sollten Radfahrer jedoch mitbringen. Je nach Können dauert die Tour zwischen 2,5 und drei Stunden.

Sehenswürdigkeit für Fahrradfahrer: Die Holzfassade eines typischen Blockhauses in der Siedlung Alexandrowka im Norden von Potsdam.
Monika SkolimowskaEine ähnliche, genauso beliebte Tour startet ab Potsdam-Hauptbahnhof. Sie führt ebenfalls um den Schwielowsee, deckt aber zusätzlich die neue Brücke über der Havel und das von Werder gegenüberliegende Ostufer ab. Am Osterwochenende gibt es zudem Ausstellungen und Seefahrten, die Radfahrer mit einer Tour verbinden können. Die Strecke dauert bei rund 40 Kilometern etwa 2,5 Stunden. Beide Strecken, die um den Schwielowsee führen, sind mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar.
Radtour Nummer drei – entlang des Scharmützelsees
Die nächste Radtour umrundet den Scharmützelsee und beginnt am Bahnhof Hubertushöhe. Diese Strecke enthält eine bewegliche Brücke, die über den Storkower Kanal geht und Abschnitte, in welchen das Rad geschoben werden muss. Hervorzuheben ist der Hafen in Bad Saarow, der Möglichkeit zur Rast bietet. Mutige können auch die Füße ins Wasser halten, um sich abzukühlen. Die mittelschwere Strecke von fast 43 Kilometern setzt eine gute Kondition voraus, hat aber überwiegend befestigte Radwege.

Entspannung für Radfahrer – Blick vom Hafen auf am Scharmützelsee im Landkreis Oder-Spree.
Patrick Pleul/dpaVom Scharmützelsee geht es zum Senftenberger See in die Lausitz. Nach Angaben von Komoot ist die Tour für alle Fitnesslevel geeignet – auch für Anfänger oder für jene, die nur selten eine Radtour machen. Mit etwas mehr als 30 Kilometer ist die Strecke vergleichsweise kurz und in unter zwei Stunden machbar. Der Marktplatz in Senftenberg gehört laut Komoot zu den Fahrrad-Highlights. Außerdem haben Radfahrer einen ständig schönen Blick auf den See und die Insel auf dem See. Die Tour startet am Bahnhof Senftenberg.

Luftaufnahme: Der Senftenberger See mit der Stadt Senftenberg am gegenüberliegenden Ufer.
Patrick Pleul/dpaPlatz Nummer Eins auf der Seite „Reiseland-Brandenburg“ belegt die Radtour von Gransee bis Rheinsberg. Die Strecke führt durch Mischwälder und entlang Seenlandschaften zu den Spuren Theodor Fontanes. Sie ist die zweite Etappe der FONTANE.RAD-Route. „Der Abstecher nach Neuglobsow am Stechlinsee ist ein Muss für alle Fontane-Fans. Der See ist Namensgeber des Romans ‚Der Stechlin‘“, heißt es auf der Webseite Reiseland Brandenburg. Das Schloss Rheinsberg rundet die Tour ab und lädt zu einem Spaziergang durch den Park ein.
Die Radstrecke ist größtenteils befestigt und mit einer Länge von 47 Kilometern nicht gerade kurz. Je nach Fitnesslevel benötigen Radsportler drei bis vier Stunden. Wer danach immer noch nicht genug hat, kann ab Rheinsberg weiter in Richtung Molchow oder Lindow (Mark) fahren. Ab Berlin fährt der RE 5 in Richtung Stralsund/Rostock in 45 Minuten nach Gransee. Ab Rheinsberg fährt die RB 54 nach Löwenberg (Mark), wo Radfahrer in den RE 5 in Richtung Berlin umsteigen müssen.
Radtour Nummer sechs – unterwegs im Spreewald
Es geht zurück in die Lausitz – um genauer zu sein in den Spreewald. Dort zeigt Komoot eine beliebte Radtour ab Burg. Startpunkt ist die Bushaltestelle Straße zur Therme. Die Radstrecke passiert unter anderem den Hafen bzw. Marktplatz in Lübbenau und die evangelische Schinkelkirche Straupitz. Doch Achtung: an einigen Stellen muss das Fahrrad geschoben und getragen werden. Dementsprechend ist bei fast 60 Kilometern eine gute Kondition gefragt. Dafür bietet die Spree immer wieder Rast und Abkühlungsmöglichkeiten.

Radfahren entlang der Spree – auch Paddler sind bei sonnigem Ausflugswetter auf einem Fließ im Spreewaldort Burg unterwegs.
Frank Hammerschmidt/dpaFür Westbrandenburg hat Komoot ebenfalls eine gelistete Tour. Die fast 50 Kilometer lange Strecke startet in Brandenburg an der Havel und führt durch Kirchmöser bevor es am Plauersee zurück zum Startpunkt geht. Die Strecke lockt zudem mit einer Aussicht auf den Breitlingsee und Möserscher See. Empfohlen wird der Strandabschnitt am Wusterwitzer See nahe dem Camping-Platz „Am See“. Die Tour ist nach Angaben von Komoot mittelschwer, sodass eine solide Ausdauer benötigt wird.
Für Radsportler östlich von Berlin hat das Reiseland Brandenburg ebenfalls eine Tour parat. Vom S-Bahnhof Hoppegarten geht es 64 Kilometer unter anderem durch Rüdersdorf und Altlandsberg zurück nach Hoppegarten. Die Rundtour „Gartennachbarn“ passiert sieben Kommunen im Berliner Umland entlang der S5. In Petershagen können Radenthusiasten das Strandbad am Bötzsee nutzen. Zur Wegbeschaffenheit gibt es keine Angaben, die Rundtour dauert etwa vier Stunden.
Die „7-Brücken-Tour“ startet in Königs-Wusterhausen
Nicht weit weg von der „Gartennachbar-Tour“ bietet das Reiseland Brandenburg die „7-Brücken-Tour“ an. Sie startet in Königs-Wusterhausen und geht 39 Kilometer durch Niederlehme bis Berlin-Grünau und zurück durch Wildau zum Startpunkt. Ob Strandbad, Wald oder Autobahnüberquerung – die Tour ist vielfältig und wird mit gut ausgebauten Radwegen beschrieben. So bietet die Tour mit ihren Brücken viele verschiedene Aussichten und ist aufgrund ihrer Länge auch für Anfänger geeignet.

Ab Guben mit dem Rad erreichbar: der Pinnower See im Naturpark Schlaubetal.
Patrick Pleul/dpaDie letzte Tour liegt in Ostbrandentenburg. Die Route „6 Seen an einem Tag“ ist 63 Kilometer lang und beginnt in Guben, wo sie wieder aufhört. Entlang geht es an den Seen: Göhlensee, Pinnower See, Kleinsee, Großsee, Pastlingsee, und Deulowitzer See. Am Göhlensee und Deulowitzer See gibt es die Möglichkeit, an Bootstouren teilzunehmen. Ein weiteres Highlight: auf der Tour lassen sich unterwegs viele Tiere wie Störche oder Wasservögel gut beobachten. Wer am Ende noch voller Tatendrang ist, kann in Guben über die Neiße in die polnische Nachbarstadt Gubin fahren. Anreise mit der Bahn – ab Berlin mit RE1 und RB43 oder mit dem RE2 und RE10. Am Bahnhof Guben gibt es zudem kostenlose Parkplätze für Autofahrer.


