Stübgen betonte, dass mit der neuen Technik Wasser zwei bis drei Kilometer gepumpt werden kann. Und zwar bis zu 30.000 Liter pro Minute. Das ist fast die drei- bis vierfache Menge herkömmlicher Pumpen. In diesem Sommer wurden die Pumpen bereits getestet. Bei den Waldbränden in der Lieberoser Heide kam ein Gerät aus Braunschweig samt dem dortigen Fachpersonal zwei Wochen lang zum Einsatz, erklärte Ingolf Zellmann, Leiter der Regionalstelle Lausitz.

Enttäuschung bei der Kostenübernahme

Er begrüßte die geplanten Anschaffungen. Zumal die Technik auch bei Hochwasser zum Abpumpen eingesetzt werden kann. Mit der Technik lassen sich bei Waldbränden schnell Zisternen füllen, an denen Löschhubschrauber betankt werden. Enttäuscht zeigte sich Zellmann, dass das Land nicht die kompletten Anschaffungskosten einschließlich der Betriebskosten übernimmt. Schließlich kommen sie bei Großschadenslagen und Katastrophen zum Einsatz, die weit über die kommunalen und kreislichen Aufgaben hinausgehen.
In Ostbrandenburg einigte man sich darauf, dass die neue Technik nicht bei der Berufsfeuerwehr in Frankfurt (Oder), sondern im Feuerwehrtechnischen Zentrum des Kreises Oder-Spree in Fürstenwalde stationiert wird. Der Standort liegt zentral und näher an gefährdeten Waldflächen. Außerdem könne der Kreis die Pumpen auch bei Bränden in abgelegenen Gehöften oder von illegalen Deponien einsetzen, erklärte Helmut Otto, Leiter des Amtes für Brandschutz und Rettungswesen in Frankfurt (Oder). Die anderen Pumpen werden in Eberswalde, Potsdam und Brandenburg/Havel stationiert.
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