Flughafen
: Die peinlichsten Pannen am BER in Schönefeld

Deutschland schüttelte den Kopf über die Verspätung des BER von satten neun Jahren. Das Lachen blieb bei so vielen Pannen aber auch nicht aus.
Von
dpa
Schönefeld
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Ein Arbeiter geht am 12 Oktober 2016 eine Treppe zum Terminal des Hauptstadtflughafens Berlin Brandenburg Willy Brandt (BER) in Schönefeld hinauf. Zwei feste Treppen ersetzten am Bahnhofsausgang die Rolltreppen, sie waren zu kurz bestellt worden.

Patrick Pleul/dpa

Wenn zu viele Köche am Herd stehen, kann vieles schief gehen. Das war auch auf der BER–Baustelle so. Hunderte Firmen arbeiteten mit, den Verantwortlichen entglitt die Kontrolle, Streit kam hinzu. Die größten Peinlichkeiten: 

Das Licht geht nicht mehr aus

Damit überraschte der Flughafen 2013. Es gab Probleme mit der Leittechnik, wo nach Umplanungen immer wieder angeflickt wurde.

Die Rolltreppen sind zu kurz

Zwei feste Treppen folgten am Bahnhofsausgang auf die Rolltreppen, sie waren zu kurz bestellt worden. Über den Austausch wurden Flughafen und Bahn lange nicht einig.

Der Rauch muss durch den Keller

Bei Feuer geht ein Teil des Rauches durch den Keller nach außen. Das sorgte für Spott, ist wegen des Unterdrucks aber möglich. Die Anlage war über die Jahre aber so groß geraten, dass sie sich nicht mehr steuern ließ. Lösung: Aufteilung und Abluftkamine im Dach.

Die Türen sind falsch nummeriert

Jeder dritte der 4000 Räume im Terminal trug nach Umplanungen eine falsche Nummer — und war etwa für Rettungsdienste nicht zu finden. 2014 ging die Flughafengesellschaft das Problem an.

Im Terminal herrscht Kabelsalat

Mit den Erweiterungen in der Bauphase kamen immer mehr Leitungen auf die Kabeltrassen, was wegen Hitzebildung riskant sein kann. Kabel führten auch durch Kanäle mit Hauptleitungen für Wärme, Kälte und Wasser. Teilweise fehlten Pläne.

Vertrauliche Unterlagen im Müll

Ordnerweise Baupläne lagen 2014 in einem Abfallcontainer auf offener Straße in Berlin. Es gab auch Hochstapelei und Schmiergeld–Affären am BER.

Monitore laufen und laufen

750 Bildschirme im BER waren jahrelang in Betrieb, zeigten Flugziele und Schalternummern — bis die Monitore schrottreif waren und entsorgt wurden.