Verspätungen BER: Klimakleber blockieren Frankfurter Flughafen – Einschränkungen der Flüge

Aktivisten der "Letzten Generation" sind erneut in einen Flughafen eingedrungen. Der Flugverkehr auf dem größten deutschen Flughafen, dem Rhein-Main-Flughafen, wurde vorübergehend eingestellt. Derzeit läuft der Flugverkehr wieder an.
Andreas Arnold/dpaDer Flugverkehr am größten deutschen Airport in Frankfurt am Main ist am Morgen nach einer Störaktion von Klimaaktivisten teilweise wieder aufgenommen worden. Starts und Landungen fänden wieder statt, sagte ein Flughafen-Sprecher. Allerdings würden noch nicht alle Start- und Landebahnen vollständig genutzt.
Die Aktion der Umweltaktivisten hat auch Auswirkungen auf den Flughafen BER. Vier Flüge nach Frankfurt mussten laut Website des BER gestrichen werden, zwei Flüge starten verspätet. Auch vier Ankünfte fallen aus. Ein Flug aus Frankfurt erreichte den Flughafen mit erheblicher Verspätung. Fluggäste sollten sich demnach vor ihren Flug über die aktuelle Lage auf der Website des BER informieren.
Die Bundespolizei verstärkt nach den Störaktionen in Köln/Bonn und Frankfurt den Schutz des Flughafens Berlin-Brandenburg (BER). Dies bestätigte die Pressestelle der Bundespolizeidirektion Berlin. Einzelheiten könnten aber aus einsatztaktischen Gründen nicht genannt werden, sagte ein Sprecher. Das heißt, die Behörden wollen nicht, dass sich etwaige Täter darauf einstellen können.
Mehrere Demonstranten klebten sich am Flughafen Frankfurt fest
Laut Bundespolizei waren mehrere Demonstranten am frühen Morgen in das Gelände des Frankfurter Flughafens eingedrungen und hatten sich im Sicherheitsbereich festgeklebt. Fluggäste wurden zunächst gebeten, den Flughafen vorerst nicht aufzusuchen und den Status ihrer Flüge vorab auf den Internetseiten der Fluggesellschaften zu prüfen.
Man habe sich mit sechs Demonstranten Zugang zu den Start- und Landebahnen verschafft, teilte die Gruppe Letzte Generation auf X mit. „Die weitere Förderung und Verbrennung von Öl, Gas und Kohle ist eine Bedrohung unserer Existenz“, hieß es von den Aktivisten in dem Posting. „Wir haben uns international zusammengeschlossen: Raus aus den Fossilen bis 2030!“ Ein Polizeisprecher machte zur Anzahl der Aktivisten zunächst keine Angaben.
Nicht die erste Störung an Flughäfen
Klimaaktivisten hatten bereits am Mittwoch etwa drei Stunden lang den Flugverkehr auf dem Flughafen Köln/Bonn lahmgelegt. Es sei Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz, gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr und Hausfriedensbruchs aufgenommen worden, hatte eine Polizeisprecherin gesagt. Ähnliche Aktionen gab es am Mittwoch auch an Flughäfen in anderen europäischen Ländern, unter anderem in London und Oslo.
Danach waren Forderungen nach schärferen Sicherheitsvorkehrungen und strikteren Strafen laut geworden. In Frankfurt gibt es nach Angaben eines dortigen Flughafensprechers einen mehr als 30 Kilometer langen Zaun, der technisch gesichert sei und mit Streifen kontrolliert werde. Zudem gebe es engmaschige Streifen der Bundes- und Landespolizei und der Flughafensicherheit sowie Sensor- und Videotechnik.
Alle Sicherheitsmaßnahmen am BER würden regelmäßig überprüft und weiterentwickelt. „Letztendlich kann aber kein Flughafen solche Störungen ausschließen“, erklärte die BER-Sprecherin mit Blick auf die Protestaktionen. Für den Schutz von Passagieren, Flugzeugen und Flugbetrieb werde das Bestmögliche getan.
