Am Sonntag ist die Gruppe von Kopenhagen kommend in Grönlands Hauptstadt Nuuk gelandet, wo zunächst noch fünf Tage Corona-Quarantäne auf dem Programm stehen. Geleitet von einem in Norwegen lebenden deutschen Ingenieur und einem deutsch-argentinischen Bergführer will man in anderthalb Monaten den grönländischen Eisschild überqueren.
Auf einer Strecke von etwa 700 Kilometern sollen  Höhenänderungen an Messpunkten festgestellt werden, die bereits in früheren Jahren von anderen Exkursionen angesteuert wurden. Das Projekt "Spurensuche" wurde im Jahr 2002 von dem Berliner Professoren Wilfried Korth ins Leben gerufen. Seither haben fünf Gruppen den Weg genommen, der einer historischen Strecke folgt. Im Sommer 1912 hatte eine vierköpfige Schweizer Expeditionsgruppe die Tour als erste mit Hundeschlitten geschafft.
Die Cottbuser setzen das Projekt in diesem Jahr fort. Medizinisch wird ihr Team vom Leiter der Unfallmedizin an der Helios Klinik Bad Saarow, Professor Olaf Schedler, betreut.
Die großen Eiskappen wie in Grönland oder auch auf Island gelten als Sensoren für globale Klimaänderungen. Die Temperaturänderungen in der Arktisregion liegen dazu noch deutlich über den globalen Durchschnittswerten. Die Gebiete mit Schmelzwasserseen wachsen an, die Schneeauflage auf dem Eis dagegen wird von Jahr zu Jahr geringer und feuchter. Die neuen Daten sollen Aufschluss über den Massenverlust des Eisgletschers geben.
Verfolgen kann man die Tour unter: https://iceploration.wordpress.com/