Brand in Rheinsberg
: Mehrere Brandherde an einem Tag in Rheinsberg

UPDATE: In Rheinsberg ist es zu mehreren Feuerwehr-Einsätzen gekommen. Zwei leerstehende Gebäude brannten. Eine Frau musste in Sicherheit gebracht werden. Später werden weitere Brandstellen entdeckt. Die Kripo hat einen Verdacht.
Von
Burkhard Keeve
Rheinsberg
Jetzt in der App anhören

Brand in Rheinsberg. Die Feuerwehr musste mehrere Menschen evakuieren. (Symbolbild)

Sven Bock

Zunächst hat nur ein leerstehendes Gebäude in Rheinsberg (Landkreis Ostprignitz-Ruppin) gebrannt. Der Alarm wurde kurz nach Mitternacht ausgelöst.

Aus dem bewohnten Nachbargebäude ist in der Nacht auf Mittwoch eine Frau in Sicherheit gebracht worden, wie ein Sprecher der Leitstelle Nordwest mitteilte. Verletzt wurde niemand. Die Frau blieb während des Einsatzes in eiskalter Nacht in einem warmen Rettungswagen. Nachdem das Feuer gegen vier Uhr früh in dem Anbau gelöscht worden war, konnte die Frau zurück in ihr Haus, teilte die Leitstelle auf Nachfrage mit.

Haus komplett niedergebrannt

Den Angaben zufolge ist eine Fläche von 10 mal 35 Metern komplett niedergebrannt. Die Feuerwehr löschte den Brand in rund vier Stunden. Insgesamt waren 46 Feuerwehrkräfte mit elf Einsatzfahrzeugen vor Ort. Ein Übergreifen der Flammen auf das leerstehende, denkmalgeschützte Hauptgebäude sowie das Nachbarhaus konnte die Feuerwehr verhindern.

Wie es zu dem Brand in der Berliner Straße 44 in Rheinsberg gekommen ist und die geschätzte Schadenshöhe sind bislang nicht bekannt. Im Laufe des Mittwochs kamen Kriminaltechniker zu dem Brandort, um ihn zu untersuchen. „Brandstiftung in dem leeren Gebäude wird nicht ausgeschlossen“, teilte ein Sprecher der Polizeidirektion Nord mit.

Die Feuerwehr Rheinsberg muss zu einem zweiten Brand ausrücken

Wenige Stunden nach Ende des Einsatzes in der Berliner Straße musste die Feuerwehr in Rheinsberg erneut ausrücken. Wieder brannte ein leerstehendes Gebäude. Dieses Mal in der Straße Charlottenaue. Der Alarm wurde nach Angaben der Leitstelle Nordwest um 6.45 Uhr ausgelöst. „Es wurde ein Kellerbrand vermutet und daher die Türen aufgebrochen“, hieß es aus der Leitstelle dazu. Das Feuer sei schnell unter Kontrolle gebracht worden. „Das leerstehende Gebäude sollte abgerissen werden“, so die Leitstelle. Zu Schaden kam niemand. Auch hier untersucht die Kriminalpolizei die Brandursache.

Polizei geht von Brandstiftung aus

Jetzt teilt die Polizei am Donnerstag mit, dass das Feuer in einem leerstehenden Gebäude in der Berliner Straße in der Nacht zu Mittwoch auf den Umgang mit offenem Feuer zurückzuführen ist. Zu diesem Ergebnis kamen Kriminaltechniker, die am Mittwoch den Tatort untersuchten. Auch bei dem Brand im Keller eines leerstehenden Hauses am Mittwochmorgen in Charlottenau ist Brandstiftung wahrscheinlich, so die Polizei. Im Rahmen der kriminaltechnischen Untersuchung stellten die Beamten drei beschädigte Kellertüren aus Holz und Pappe fest. Außerdem fanden sie Reste von Pyrotechnik.

Weitere Brandstellen werden in Charlottenau entdeckt

Ebenfalls in Charlottenau fanden Feuerwehrleute am Mittwochmorgen Brandspuren an der Holzbrücke über den Rhin. An mehreren Stellen am Handlauf war offenbar gekokelt worden. Zudem gab es auch hier Spuren, die auf Feuerwerkskörper hindeuteten.

Ob es einen Zusammenhang zwischen den drei Brandstellen gibt, ist Gegenstand der Ermittlungen der Kriminalpolizei.