Gigafactory bei Berlin: Tesla setzt sich ehrgeiziges Ziel bei Batterieherstellung und verbessert Produktion in Grünheide

Tesla-Chef Elon Musk hat die Quartalszahlen bekanntgegeben. Der Gewinn ist gestiegen, der Umsatz blieb hinter den Erwartungen zurück. Was Musk zu Grünheide sagte...
Jae C. HongTesla hat seinen den Gewinn im dritten Quartal kräftig gesteigert. In den drei Monaten bis Ende September verdiente der Autobauer 3,29 Milliarden Dollar (3,38 Mrd Euro) und damit mehr als doppelt so viel wie vor einem Jahr. Das teilte Tesla am Mittwoch nach US-Börsenschluss mit.
Die Erlöse nahmen um 56 Prozent auf 21,45 Milliarden Dollar zu, blieben aber unter den Markterwartungen. Tesla hatte nach der Unternehmensgründung erstmals 2020 einen Gewinn erzielt.
Tesla ist mit der Produktion in Grünheide zufrieden
Zu den Ergebnissen der Autofabrik in Grünheide hieß es im Quartalsbericht, der Produktionsfortschritt entspreche den Erwartungen. Das Werk produziert demnach bereits mehr als 2000 Model Y pro Woche.
Angekündigt wurden weitere technologische Fortschritte im Werk. So soll auch der vordere Teil des Rahmens aus einem Stück aus Aluminium gegossen werden. Bisher wird der hintere Teil so gefertigt. Das soll die Produktion wesentlich vereinfachen – dadurch werden weitere mehr als 170 einzelne Teilschritte ersetzt. Außerdem wird die Konstruktion des Akku-Pakets verändert. Der Batteriekasten wird nicht als zusätzliches Bauteil montiert, sondern als tragendes Teil der Fahrzeugstruktur eingebaut. Das können bisher nur wenige Hersteller, unter anderem der chinesische Produzent BYD. In der Tesla-Fabrik in Grünheide sollen diese Neuerungen noch vor Jahresende umgesetzt werden. Allerdings sollen nach Berichten des Portals cleantechnica in Grünheide weiter die älteren 2170 Akkus in die Model Y eingebaut werden.
Tesla hat neue, effizientere Batterien entwickelt – Bezeichnung 4680. Sie werden in den USA bereits produziert, allerdings nach Angaben von Brancheninsidern nur in kleineren Stückzahlen. Tesla soll demnach Probleme haben, die neue Technologie der Trockenbatterien in einen großindustriellen Maßstab umzusetzen. Vor allem in den USA wird das jetzt offenkundig forciert.
Ehrgeiziges Ziel bei Akku-Produktion
Tesla will 1000 GWh Batterien im Jahr herstellen, das ist das Ziel. Dabei soll der Autohersteller auch planen, Materialien für die Anode und Kathode selbst zu produzieren. Die Biden-Regierung unterstützt das mit großzügigen Steuergeschenken – für die Hersteller und auch die Käufer der Autos.
Unklar ist, wie es mit der Batteriefabrik in Grünheide weitergeht. Sie ist noch im Bau, wann sie eröffnet wird, ist derzeit ungewiss. Der US-Konzern forciert offenkundig die Produktion in den Staaten – wegen der satten Steuergeschenke. Tesla hat gegenüber Dritten bestätigt, an der Batterieproduktion in Grünheide festhalten zu wollen.
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