Gigafactory
: Naturschützer diskutieren mit Tesla-Vetretern und Umweltministerium

Die Versorgung des geplanten Tesla-Werkes in Grünheide darf keine negativen Folgen für das angrenzende Landschaftsschutzgebiet haben.
Von
Ina Matthes
Potsdam
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Das Güterverkehrszentrum (GVZ) Freienbrink in der Gemeinde Grünheide östlich von Berlin. Links ist die Autobahn A10 (Berliner Ring) zu sehen. In dem riesigen Waldgebiet rechts der Autobahn plant Tesla den Bau einer Fabrik.

Patrick Pleul/dpa

Das ist eine Forderung, die Naturschützer auf einem Treffen mit Vertretern des US-Elektroautobauers und  dem Umweltministerium am Mittwoch in Potsdam bekräftigt haben. Etwa 80 Bürger aus Umweltschutzorganisationen und Verbänden sowie der Gemeinde Grünheide nahmen teil. Der Wasserverband Strausberg-Erkner soll die Fabrik in einer ersten Ausbaustufe aus dem Trinkwassernetz beliefern. Später soll das Werk über einen eigenen Brunnen versorgt werden. Es solle aber kein Brunnen auf dem Gelände der Fabrik oder in deren Umgebung gebohrt werden, hieß es auf dem Treffen.

Umweltschützer befürchten, dass durch Zuzug von Zulieferfirmen für Tesla und von deren Beschäftigten  noch mehr Wald abgeholzt wird und die Region ihren Erholungs- und Naturschutzwert verliert. Um eine ungesteuerte Entwicklung zu verhindern, regt der Naturschutzbund des Landes (Nabu) für Grünheide  ein Ortsentwicklungskonzept an. Das solle vom Land finanziell gefördert werden.  Eine ähnliche nichtöffentliche Gesprächsrunde zwischen Tesla und Naturschützern hatte es vor einiger Zeit bereits in Grünheide gegeben.