Grenzkontrollen in Frankfurt (Oder): Bundespolizei schnappt elf Gesuchte binnen weniger Tage

Die Bundespolizei ist in Frankfurt (Oder) im Rahmen der wiedereingeführten Grenzkontrollen an der Grenze zu Polen an der Stadtbrücke und an der Autobahn A12 präsent.
René MatschkowiakKontrollen an der Grenze zu Polen gehören seit mehreren Monaten zum Frankfurter Alltag. Im Rahmen der wiedereingeführten Grenzkontrollen hat die Bundespolizei auch immer wieder Fahndungserfolge zu verzeichnen. Bereits vor wenigen Wochen (13.1.) waren auf der Autobahn A12 in nur wenigen Stunden neun Personen festgenommen worden.
Auch in den vergangenen Tagen, zwischen Freitag– und Montagmorgen (2.2.-5.2.), vollstreckten die Beamten insgesamt elf Haftbefehle auf der Stadtbrücke und der Autobahn A12. Das geht aus einer Pressemitteilung der Bundespolizei hervor.
Gründe für in Frankfurt (Oder) vollstreckte Haftbefehle sind vielfältig
„Die Haftbefehle sind unter anderem wegen der Einschleusung von Ausländern, Diebstahl, Betrug, Fahren ohne Fahrerlaubnis, unerlaubtes Entfernen vom Unfallort, Straßenverkehrsgefährdung, Erschleichen von Leistungen, Urkundenfälschung und Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz erlassen worden“, heißt es in der Mitteilung weiter.
Sieben der elf Personen konnten nach einer Zahlung von „insgesamt rund 6800 Euro ihre Reise fortsetzen und ersparten sich damit insgesamt 315 Tage Haft“.
Die anderen vier Gesuchten mussten den Weg in unterschiedliche Justizvollzugsanstalten in Brandenburg antreten. Unter anderem traf dies auf eine 22–jährige Lettin zu, die von den lettischen Behörden mithilfe eines europäischen Auslieferungshaftbefehls gesucht wurde. Der Grund: Herstellung und Handel von Betäubungsmitteln.
Dasselbe Schicksal ereilte auch einen 34–jährigen Ukrainer. Das Amtsgericht in Kelheim hatte ihn wegen der Einschleusung von Ausländern zu 2400 Euro Geldstrafe und 1395,29 Euro Verfahrenskosten oder ersatzweise 160 Tagen Haft verurteilt. Der Mann konnte die nötige Summe nicht aufbringen und muss nun die Ersatzfreiheitsstrafe antreten.


