Grüne Woche Berlin 2026: Das sind besten Betriebe in Brandenburg und das bieten sie

Auf der Grünen Woche 2026 in Berlin wurden die Preise für die beste Direktvermarktung in Brandenburg vergeben. Ein Käse aus dem Spreewald war dabei – präsentiert von Jan Kutzbach (l.) und Marcel Schallmea, den Käsemachern der Drehnower Hofkäserei und der Spreewaldalm.
Elisabeth Voigt- Auf der Grünen Woche 2026 in Berlin wurden die besten Lebensmittel-Betriebe Brandenburgs ausgezeichnet.
- Der „Pro Agro Marketingpreis“ ging an Gewinner in den Kategorien „Direktvermarktung“, „Ernährungswirtschaft“ und „Land- und Naturtourismus“.
- Sieger der Direktvermarktung: Apfelstollen der Bäckerei Dorn, vegane Baumkuchen aus Cottbus und Gurkenkäse.
- Die Gläserne Molkerei gewann mit dem Drink „hellwach“ die Kategorie Ernährungswirtschaft.
- Die „Caravanserei“ in Schmachtenhagen erhielt den 1. Platz im Bereich Land- und Naturtourismus.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Verband „Pro Agro“ – Verband zur Förderung des ländlichen Raumes in der Region Brandenburg-Berlin – engagiert sich seit mehr als 30 Jahren für die Vernetzung von Brandenburger Betrieben aus der Agrar- und Ernährungswirtschaft, sowie dem Tourismus. In der Brandenburg-Halle 21a der Grünen Woche, die vom 16. bis 25. Januar auf dem Messegelände in Berlin zum 100. Mal stattfindet, wurden am 16. Januar 2026 die Gewinner des „Pro Agro Marketingpreises“ 2026 bekannt gegeben.
Ernährungswirtschaftsministerin Hanka Mittelstädt, Pro Agro-Vorstandsvorsitzende Dorothee Berger und Pro Agro-Geschäftsführer Kai Rückewold überreichten die Preise in den drei Kategorien „Direktvermarktung“, „Ernährungswirtschaft“ sowie „Land- und Naturtourismus“. Insgesamt 56 Bewerbungen hatten den Verband erreicht.
Apfelstollen und veganer Baumkuchen
In der Kategorie „Direktvermarktung“ wurde der Niederlausitzer Apfelstollen der Bäckerei Dorn in Wahrenbrück mit dem 1. Platz ausgezeichnet. Statt Rosinen sorgen Brandenburger Äpfel, die in Calvados gebadet wurden, für die Süße und eine interessante Note. Mit Weizenvollkornsauerteig aus dem Urgetreide Rotweizen verfolgt auch der Teig eine neue Idee. Gemahlener Waldstaudenroggen, ebenfalls aus regionalem Anbau vom Fläminger Genussland, gibt dem Stollen eine nussige, herbe Note. Nach dem Backen wird der Stollen mit Vanillezucker von Havelicious aus Falkensee gezuckert, mit Calvados übergossen und flambiert. Der Apfelstollen unterstützt den Verein beim Erhalt regionaler Streuobstwiesen – ein Euro pro verkauftem Stollen geht als Spende an den Verein. Die Jury lobte die Vielzahl der verwendeten regionalen Produkte und Partnerschaften.
Platz 2 der gleichen Kategorie belegte der vegane Baumkuchen „Waldkuchen“ aus Cottbus. Mit dem „Waldkuchen“ präsentiert die Baumkuchen-Manufaktur Groch & Erben eine vegane Variante des Kuchens, der nach traditioneller Handwerkskunst auf der Walze gebacken wird. Frei von Ei und Butter, verbindet das Produkt regionale Backtradition mit moderner Ernährungskultur.

Veganer Baumkuchen der „Manufaktur Groch & Erben“ aus Cottbus wurde ausgezeichnet.
Elisabeth VoigtDas vegane Sortiment umfasst unter anderem Mini-Baumkuchen mit belgischer Zartbitterschokolade, Kekse und Pralinen. Die Jury überzeugten das ganzheitliche Marketingkonzept, der Geschmack und die Sortenvielfalt.
Gurkenkäse und Buttermilch mit Kaffee
Den 3. Platz in der Kategorie „Direktvermarktung“ belegte „Spreewälder Gurkenkäse“. Die Tradition des Spreewalds trifft in der Spreewald-Alm auf das „Tiroler Grauvieh“. Die Alm und ihre Hofkäserei stehen für handwerkliche Fertigung in höchster Qualität: Frische Milch, Käsespezialitäten, cremiger Quark und Joghurt werden mit Sorgfalt hergestellt aus der Milch der eigenen, ökologisch gehaltenen Kühe des „Tiroler Grauviehs“. Traditionell reicht die Spreewald-Alm zu allen Speisen Spreewälder Gewürzgurken, die von „Rabe Spreewälder Konserven“ bezogen werden. So entstand die Idee, den hofeigenen Käse mit den Gurken zu kombinieren. Das Ergebnis ist der Spreewälder „Gurkenkäse“. Die Jury begründete den Preis mit der unternehmerischen Kooperation in der Region, dem Marketingkonzept und dem Geschmack.

Stefan Dorn, hält den Apfelstollen von seiner „Bäckerei Dorn“ in Wahrenbrück. Mit dem Stollen belegte er den 1. Platz in seiner Kategorie.
Elisabeth VoigtDen 1. Preis in der Kategorie „Ernährungswirtschaft“ erhielt die Gläserne Molkerei in Münchehofe. Die Molkerei steht für Bio-Genuss aus Nord- und Ostdeutschland. Mit „hellwach“ bringt sie den ersten funktionalen Bio-Drink auf den Markt, der Natürlichkeit, Energie und Nachhaltigkeit verbindet. Die Basis bilden Permeat und Buttermilch aus eigener Herstellung, mit echten Früchten, natürlichem Milch- und Rübenzucker, lebenden Milchsäurekulturen sowie 33 Milligramm Koffein pro 100 Milliliter. So entsteht ein fruchtig-erfrischender Wachmacher ohne künstliche Zusätze. Mit dem Produkt schafft die Molkerei eine neue Kategorie zwischen Coffee-to-go und Energy-Drink für alle, die natürlich wach sein wollen. Die Jury schätzte die Innovationskraft, eine gänzlich neue Produktkategorie geschaffen zu haben.
Bio-Brötchen und Sanddorn-Joghurt-Eis
Platz 2 in der Kategorie bekamen die Bio-Ausbackbrötchen von BioBackHaus Leib in Wustermark. Die Bio-Aufbackbrötchen „Knackfrische“ und „Dinkelsaat-Krüstchen“ überzeugten die Jury durch ihren guten Geschmack und die lange Haltbarkeit. Mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum von 25 Tagen bieten sie eine praktische Lösung. Hergestellt in Brandenburg, setzt das Bio-BackHaus auf regionales Handwerk und kurze Transportwege. Das Mehl stammt überwiegend aus der Mühle Wolter in Wustermark. Die Zutaten kommen von regionalen Höfen und Mühlen, die ausschließlich ökologische Bioland-Erzeugnisse liefern. Dass es sich bei dem Produkt um die erste regionale Alternative unter den Aufbackbrötchen für das Supermarktregal handelt, die mit regionalen Zutaten und in Bio-Qualität umgesetzt wurde, war ausschlaggebend für die Jury.
Das Sanddorn-Joghurt-Eis von „Urstrom Jerseys“ wurde mit dem 3. Platz in der Kategorie „Ernährungswirtschaft“ ausgezeichnet. In dem Eis wird handwerklich hergestelltes Joghurteis aus Jersey-Milch mit Sanddorn aus Werder an der Havel kombiniert. In der Eismanufaktur bei Luckenwalde entsteht so eine regionale Spezialität, die für Transparenz, kurze Wege und die Zusammenarbeit mit Brandenburger Erzeugern steht. So werden die Vanilleschoten von einem Familienbetrieb aus Madagaskar bezogen. Der Sanddorn stammt aus dem Sanddorngarten von Dorothee Berger in Werder. Der Joghurt wird in der Manufaktur aus Jersey-Milch eines nahegelegenen Hofes selbst hergestellt. Das von Frauen geführte Unternehmen steht für regionale Zusammenarbeit und transparente Herkunft.
Für ihr Engagement im Land- und Naturtourismus wurde zudem die „Caravanserei“ in Schmachtenhagen bei Oranienburg mit dem 1. Platz in der dafür geschaffenen Kategorie ausgezeichnet. Es handelt sich um ein außergewöhnliches Urlaubsresort, das Natur, Komfort und Nachhaltigkeit auf dem 80 000 Quadratmeter großen Gelände des ehemaligen Oberhavel Bauernmarktes miteinander verbindet. Platz 2 erhielt der Biobauernhof Behringhof in der Märkischen Schweiz, Platz 3 der Forschungspfad „LassWissen“ im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft.
Brandenburg, lass uns über Essen reden – der Podcast
Alle zwei Wochen sprechen Lisa Voigt und Sandra Ketterer in Brandenburg, lass uns über Essen reden darüber, wo man richtig gut essen kann. Was gibt es Neues von der Gastronomie, Landwirtschaft und Produzenten im Land Brandenburg? Was hat Genießen mit Erinnern zu tun? Die beiden Food-Reporterinnen von MOZ.de und LR.de gucken in die Töpfe, nehmen ihre Hörer*Innen mit aufs Feld oder berichten aus der Backstube. Was tut sich in Sachen Genuss und Küche in Brandenburg und wo soll es hingehen? Der Podcast mit Biss auf allen gängigen Plattformen wie Apple Podcasts oder Spotify.

